• WhatsApp hatte 2021 Änderungen an seinen Datenschutzbestimmungen angekündigt.
  • Diese sorgten für große Verwirrung.
  • Jetzt fordern Datenschützer vom Messenger Aufklärung.

Höchstwahrscheinlich könnt ihr euch noch an das ganze Durcheinander in Bezug auf WhatsApp und die geänderten Datenschutzbedingungen im vergangenen Jahr erinnern. Zusammengefasst ging es darum, dass die Anpassungen im Kleingedruckten Datenschützer befürchten ließen, dass sensible Nutzerdaten an den Mutterkonzern Meta, damals noch Facebook, weitergegeben würden.

Aufgrund der in der Europäischen Union geltenden Datenschutzbestimmungen klammerte man die zugehörigen Staaten von den Änderungen aus. Trotzdem hat die irische Datenschutzbehörde DPC WhatsApp mit einer Strafe in Rekordhöhe von 225 Millionen Dollar belegt.

Kaum einer will WhatsApp wegen angeblicher Datenschutzbedenken verlassen

EU an WhatsApp: „Wir haben den Dialog eröffnet“

Jetzt haben die Europäische Kommission und das Netz der nationalen Verbraucherschutzbehörden (CPC) ein Schreiben an WhatsApp gerichtet, worin sie das Unternehmen auffodern, die im Jahr 2021 vorgenommenen Änderungen an seinen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien zu erläutern und sicherzustellen, dass diese mit dem EU-Verbraucherschutzrecht vereinbar sind, heißt es in einer Pressemitteilung vom 27. Januar 2022. Justiz-Kommissar Didier Reynders:

WhatsApp muss sicherstellen, dass die Nutzer verstehen, womit sie einverstanden sind und wie ihre personenbezogenen Daten verwendet werden, insbesondere wenn sie mit Geschäftspartnern geteilt werden. Ich erwarte von WhatsApp, dass es die EU-Vorschriften zum Schutz der Verbraucher und ihrer Privatsphäre vollständig einhält. Aus diesem Grund haben wir heute den offiziellen Dialog eröffnet. WhatsApp hat bis Ende Februar Zeit, uns konkrete Zusagen zu machen, wie das Unternehmen auf unsere Bedenken eingehen wird.

Unter anderem wollen die Datenschützer von WhatsApp wissen, ob die Nutzer hinreichend klar über die Folgen ihrer Entscheidung, die neuen Nutzungsbedingungen des Unternehmens zu akzeptieren oder abzulehnen, informiert werden, ob die In-App-Benachrichtigungen von WhatsApp, mit denen die Verbraucher aufgefordert werden, die neuen Bedingungen und Datenschutzbestimmungen zu akzeptieren, angemessen sind und ob die Verbraucher ausreichend Gelegenheit haben, sich mit den neuen Bedingungen vertraut zu machen, bevor sie sie akzeptieren. Wir sind gespannt, ob WhatsApp die Deadline Ende Februar einhält und werden natürlich darüber berichten.

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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1 Kommentar

  1. Ich denke, dass sich viele Menschen mit den Datenschutzbestimmungen überfordert fühlen. Dabei sind die Bestimmungen ja dazu da um den Nutze zu schützen, bzw. über die Nutzung der Daten aufzuklären. Es ist super, dass die Anforderung an WhatsApp gestellt wurde mit allen EU-Vorschriften bezüglich der Nutzung von Daten übereinstimmen zu müssen.

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