Amazon will mit Alexa auch auf Mobilgeräten präsenter sein. Führt dafür eine Neuerung für App-Entwickler für die mobile Sprachsteuerung ein.

Amazon spielt mit Alexa auf Mobilgeräten eigentlich keine Rolle, dafür ist die Nutzung der Spracheingabe viel zu umständlich. Google hat ganz klar einen Vorteil, nämlich selbst das Betriebssystem für über 85 Prozent aller Smartphones bereitzustellen. Es fällt dem Konzern leichter Google Assistant auf Mobilgeräten zu integrieren. Aber Amazon will mithalten können, kündigt einige Neuerungen für Alexa an.

Amazon will Alexa direkt in die Apps bringen

Zu den 30 neuen Entwickler-Tools gehört auch Alexa for Apps. Amazon bietet darüber an, die Sprachbefehle von Alexa in Apps zu integrieren, was für iOS und Android gleichermaßen gilt. Google hat eine ähnliche Lösung schon am Start, bis dato aber nur in der englischen Sprache. Weil Alexa nicht nativ in die Betriebssysteme integriert werden kann, benötigt Amazon einen etwas anderen Weg.

Für App-Entwickler bietet Amazon an, Alexa in die Apps zu integrieren. Nutzer soll darüber App-Funktionen per Spracheingabe verwenden können.

„Alexa for Apps (Preview) ermöglicht es Kunden, auch mobil auf iOS- oder Android-Geräten den bequemen Weg über Sprachbefehle zu nutzen, um zu jedem Inhalt oder jeder Funktionalität in einer App oder auf einer Website zu gelangen. Mit Alexa für Apps lassen sich Deep Links verwenden, um für mobile Nutzer über ein Skill direkt die Startseite einer App zu öffnen, Suchergebnisse auf dem Bildschirm anzuzeigen oder andere Grundfunktionen der App auszulösen.“

Chancenlos, so ging es auch schon anderen

Ob sich dieses System neben Google Assistant und Siri mobil durchsetzen kann, wage ich aktuell noch ganz klar zu bezweifeln. Auf den Mobilgeräten haben Google und Apple die Nase vorn, lassen da auch wenig Luft ran. Das haben auch schon andere feststellen müssen, wie zum Beispiel Samsung beim Versuch Bixby auf den eigenen Android-Smartphones zu etablieren. Mobil wird kaum jemand das Duopol von Google und Apple brechen können.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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1 Kommentar

  1. Da aber Alexa im Heimbereich sehr present ist, könnte ich mir vorstellen, dass sich viele dieser Nutzer freuen würden, wenn sie in einem Ökosystem bleiben könnten. Wenn ich z.B. unterwegs ähnliche Funktionen wie Android Auto zur Verfügung hätte (Nachrichten via WhatsApp verschicken und vorlesen lassen – Google Maps Zugriff funktioniert ja schon), wäre ich sofort nur noch mit Alexa unterwegs. Also ich sehe schon eine Chance sich bei den Mobilgeräten einen Platz zu erkämpfen.

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