Groß, ausdauernd und in Sachen Kamera beeindruckend bestückt ist das Wiko View4 Lite, welches ab sofort zum einsteigerfreundlichen Preis erhältlich ist. Woran gespart wurde, sieht man erst auf den zweiten Blick.

Wie gewohnt passt auch in diesem Jahr eine Lite-Version des jüngsten „Flaggschiffs“ ins Produktportfolio von Wiko. Der französische Hersteller mit deutschem Sitz in Düsseldorf hat nach der Ankündigung letzten Monat das Wiko View4 Lite in den Handel gelassen und bietet dort ein auf den ersten Blick solides Einsteigergerät mit ausdauerndem Akku, einem riesigen 6,52-Zoll-Display und einer Dreifachkamera. Neben dem üblichen Weitwinkel (13 MP) ist noch ein 114-Grad-„Superweitwinkel“-Sensor (5 MP) und eine „Bokeh-Linse“ (2 MP) an Bord. Die dürften trotz der Dreifachausführung natürlich nicht mit den Bildern eines echten Highend-Devices mithalten können. Für Einsteiger und junge Knipser sollten die aber mehr als ausreichen. In der Waterdrop-Notch wartet eine 5-MP-Selfiecam.

Platz genug haben die Fotos dann, um auf dem 20:9-Display mit 6,52 Zoll Diagonale angeschaut zu werden. Kleiner Wermutstropfen: Der Bildschirm löst lediglich mit HD+, also 1600 x 720 Pixeln auf. FullHD wäre bei der Größe schon angebracht gewesen, erklärt aber auch den niedrigen Preis. Ebenfalls gespart wurde beim Speicher: Tragisch sind nicht die eher spärlichen 32 GB Flash (erweiterbar um bis zu 256 GB per microSD), sondern die mageren 2 GB RAM. Selbst in dieser Preiskategorie sind vielerorts 3 GB, wenn nicht gar 4 GB Arbeitsspeicher Standard. Der System-on-a-Chip ist ein MediaTek Helio A25, der aus einem MT6762D mit acht Kernen bei bis zu 1,8 GHz sowie einer ARM-Mali-T880-MP2-GPU besteht.

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Wiko View4 Lite: Magerer Speicher, aber dicker Akku

Bei einem Smartphone dieses Größenfaktors darf der Akku nicht zu knapp kommen. Zwar wird der schon von dem niedrig auflösenden Display und dem auf Ausdauer statt Power getrimmten Chip kaum beansprucht. Dennoch liefern die 4.000 mAh Kapazität eine gute Grundlage für etwa zwei durchschnittliche Nutzungstage. Insgesamt bringt das Wiko View4 Lite so laut Datenblatt 174 Gramm auf die Waage. Von Haus vorinstalliert ist Android 10, „regelmäßige Sicherheits-Updates“ werden versprochen.

Dass Wiko ohnehin und mit der Lite-Sparte ganz besonders junge Menschen ansprechen möchte, merkt man spätestens bei der fröhlichen Farbauswahl. Bei Amazon ist das Wiko View4 Lite in den Farben „Deep Blue„, „Deep Gold“ und „Deep Green“ verfügbar, jeweils für 129,99 Euro. In der gleiche Mitteilung lässt Wiko zudem verlauten, dass man den Onlinevertrieb stark ausgebaut hätte und so „geschickt die aktuellen Schwierigkeiten des stationären Handels“ umgehe. Neben Amazon und Otto seien die Produkte fortan auch bei Alternate, Aldi Talk, Conrad, Galaxus und MyToys verfügbar.

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.