• Wombo wurde für singende Selfie-App bekannt.
  • Jetzt kommen sie mit einer neuen App um die Ecke.
  • Diese erstellt in Sekunden beeindruckende Kunstwerke.

Zumindest in meiner Twitter-Timeline sind schon einige Kunstwerke gelandet, die mit der neusten App aus dem kanadischen Hause Wombo erstellt wurden. Wer sich zurückerinnert: Im März hatten wir erst über den wahnsinnigen Hype der ersten App – ebenfalls unter dem Namen „Wombo“ – berichtet. Die App, die letztendlich Selfies zum Singen brachte, eroberte die Charts und war sogar beliebter als diverse Corona-Apps. Woran das bloß liegen könnte?

Wombo: Selfie-App zerlegt die App-Charts und lässt sogar Corona-Apps hinter sich

Die neue Anwendung „Wombo Dream“ ist sowohl für Android als auch iOS kostenfrei herunterladbar, nicht einmal Werbung ist enthalten. „WOMBO Dream macht Kunst für die breite Masse zugänglich. Du brauchst keinen Pinsel, keinen Bleistift oder sonstiges Kunstzubehör, um ein schönes Kunstwerk zu schaffen – alles, was du brauchst, ist eine Idee. Lehn dich zurück und lasse WOMBO Dream den Pinsel für dein Kunstwerk sein“, heißt es in der Beschreibung im Play Store. (Unter app.wombo.art geht das übrigens auch im Browser.)

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Bis zu 100 Zeichen Text in Bilder verwandeln

Und das fasst auch schon ganz gut zusammen, worum es bei der App denn überhaupt geht. Mithilfe Künstlicher Intelligenz wird anhand eines Stichwortes oder einer kurzen Beschreibung (bis zu 100 Zeichen) ein Bild generiert. Wenn euch keins einfällt, könnt ihr einen der Vorschläge (zum Beispiel „Futuristic City“, „Crawling Brains“ oder „Lightning Tree“) verwenden. Dabei lässt sich aus derzeit elf Stilen wie Pastel, Steampunk oder Synthwave auswählen.

Nach Tippen auf „Create“ könnt ihr live dabei zusehen, wie sich euer Kunstwerk innerhalb von wenigen Sekunden zusammensetzt. Anschließend könnt ihr es in Originalgröße oder als Smartphonehintergrund herunterladen, es in der App veröffentlichen (dafür benötigt man ein Konto) oder in anderen Netzwerken teilen.

Gleiches Ergebnis lässt sich kaum zweimal erzielen

Alle entstehenden Bilder sind übrigens im Hochformat. Seid ihr mit dem Ergebnis nicht zufrieden, könnt ihr den Prozess einfach erneut anstoßen, denn die gleiche Kombination aus Stil und Eingabe sorgt nicht für das gleiche Bild. Eingaben auf Deutsch scheinen auch zu funktionieren, näher kommt man seinen Vorstellungen aber vermutlich mit englischen Begriffen.

Obwohl die ganze Arbeit von einer KI geleistet wird, veranstaltet Wombo ironischerweise sogar Wettbewerbe, wie deren Twitter-Account zu entnehmen ist. Was es da zu gewinnen gab und wie der Gewinner überhaupt ausgesucht wurde, bleibt unklar.

Bald lieber künstlich statt Künstler?

Die Bilder sind von beeindruckender Qualität, keine Frage. Doch werden menschliche Künstler jetzt arbeitslos? Wohl kaum. Schließlich spielt immer noch ein gewisser Zufallsfaktor mit rein, wie das Ergebnis letztendlich aussieht, und an manchen Stellen kommt die KI sichtbar an ihre Grenzen. Mindestens zur Inspiration ist Wombo Dream aber ein nützliches Tool.

In den Play-Store-Rezensionen tummeln sich Behauptungen, hier würde gar keine Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen, sondern die App mixe lediglich Bildvorlagen aus dem Internet. Auch wenn Wombo nicht verrät, wie die App genau funktioniert, erfährt an dieser Stelle mehr über die Technik, die laut Experten dahintersteckt.

Habt ihr schon mal ein bisschen mit der App herumgespielt? 

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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