Google hat das eigene Cloud-Angebot bislang in zwei Varianten voneinander getrennt gehalten. Normale Kunden mit Google-Konto hatten nicht so viele Angebote bzw. Funktionen verfügbar wie Workspace-Nutzer (früher G-Suite). Jetzt schaltet Google allerdings frei, dass auch alle Kunden mit einem normalen Google-Konto auf Workspace-Funktionen zugreifen können. Damit gehen ein paar Updates einher, wie zum Beispiel die Integration von Google Chat in Gmail.

Google bietet eine Vielzahl an Funktionen an, die Gmail und andere Dienste deutlich erweitern können. Bislang bot man diese aber nur Workspace-Kunden an, die dafür ein Unternehmensprofil bei Google benötigt haben. Diese Hürde fällt nun weg. Zugleich integriert Google seinen Chatdienst, der inzwischen auch für Privatnutzer verfügbar ist, in die Apps und Weboberfläche von Gmail. Die meisten Punkte davon sind allerdings optional.

Das kann mal so aussehen, wenn man einen Space (früher Room) kreiert hat, in welchem man mit anderen Teilnehmern chattet und Dokumente gemeinsam bearbeitet. Alles direkt in Gmail, ohne dafür die Anwendung wechseln zu müssen:

Workspace für alle und viele weitere Updates

Google hat eine Reihe von Neuerungen angekündigt und diese in Stichpunkten aufgezählt.

Die Weiterentwicklung von Rooms zu Spaces in Google Chat:

  • Spaces: Im Laufe des Sommers wird Google Workspace die Rooms zu Spaces weiterentwickeln und eine optimierte und flexible Benutzeroberfläche einführen, die Teams und Einzelpersonen hilft, den Überblick über alles Wichtige zu behalten.

Neue Updates für Google Meet, die eine gleichberechtigte Zusammenarbeit ermöglichen:

  • Companion Mode in Google Meet: Der Companion Mode gibt jedem Meeting-Teilnehmenden, egal wo sie bzw. er sich befindet, Zugriff auf interaktive Funktionen und Steuerelemente wie Umfragen, In-Meeting-Chat, Handheben, Q&A, Live-Untertitel und mehr.

  • Neue Kalender-RSVP-Optionen: Um Meeting-Organisatoren eine bessere Planung für hybride Meetings zu ermöglichen, können Gäste bei der Terminbestätigung bald angeben, von wo aus sie teilnehmen werden, ob vom Konferenzraum aus oder virtuell zugeschaltet.

  • Erweiterungen der Google Meet-Hardware: Ab September ermöglicht Google Workspace auf allen Geräten, auf denen Google Meet ausgeführt wird, neue interaktive Funktionen. Dazu gehört beispielsweise auch die Funktion zum Handheben und die Möglichkeit, Benachrichtigungen über Umfragen und Fragen zu erhalten.

  • Neue Steuerelemente, um Meetings sicher und geschützt zu gestalten: Nächsten Monat wird Google wichtige Moderationskontrollen für Gastgeber von Google Meet-Besprechungen einführen. So werden Moderatorinnen und Moderatoren künftig die Möglichkeit haben, die Verwendung von In-Meeting-Chats zu verhindern, das Präsentieren während der Meetings zu verbieten sowie Teilnehmende stumm zu schalten und die Stummschaltung aufheben zu können.

Neue Sicherheits- und Datenschutzfunktionen in Google Workspace:

  • Kundenseitige Verschlüsselung: Diese Funktion wird ab Herbst eingeführt. Sie hilft Kunden, die Vertraulichkeit ihrer Daten zu stärken und gleichzeitig eine Reihe von Anforderungen in Bezug auf Datenhoheit und Compliance zu erfüllen. Die Verschlüsselung wird auch die Sicherheit von Meetings erhöhen.

  • Laufwerksbezeichnungen: Google Workspace führt auch eine Reihe von Sicherheitsverbesserungen für Google Drive ein. Dazu zählen auch Vertrauensregeln für Drive, die helfen können, zu kontrollieren, wie Dateien innerhalb und außerhalb einer Organisation freigegeben werden.

Ein neues individuelles Abonnementangebot: Google Workspace Individual

  • Workspace Individual: Eine neue Lösung, die entwickelt wurde, um einzelnen Geschäftsinhabern zu helfen, ihr Geschäft zu vergrößern, zu leiten und zu schützen. Dieses neue Abo-Angebot bietet Premium-Funktionen, darunter intelligente Buchungsdienste, professionelle Video-Meetings und personalisiertes E-Mail-Marketing. Vieles mehr ist in Vorbereitung. Innerhalb des bestehenden Google-Kontos können Abonnentinnen und Abonnenten alle ihre persönlichen und beruflichen Aufgaben ganz einfach von einem Ort aus verwalten und haben Zugang zum Google-Support, der dabei hilft, das Beste aus ihrer Lösung herauszuholen.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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