Google Chat: Jetzt geht es auch bei uns in Deutschland los und vermutlich weltweit, der nächste Messenger von Google geht für Endkunden an den Start. Allerdings ist Google Chat kein komplett neues Produkt, sondern war bislang einfach nur auf den professionellen Einsatz ausgerichtet. Nun öffnet Google seinen Chat-Dienst allen Nutzern, also für alle mit handelsüblichen privaten Google-Konten. Es reicht aus, sich die App herunterzuladen und sich anzumelden.

Google Chat existiert einerseits als Android-App, aber auch als Web-App. Der Login ist per Google-Konto machbar, so wie wir das von Google Hangouts kennen, was wiederum langfristig abgesetzt werden soll. Aktuell gilt Google Chat für Privatkunden noch als „Early Access“ und befindet sich somit in einer Testphase. Mobil erinnert die App an eine eher einfach gehaltene Chat-App, die mit Schnelltasten für Google Drive und Google Kalender allerdings schon in die professionelle Richtung geht.

Wer ist eigentlich die Zielgruppe: Google Chat wirkt wie eine unglückliche Mischung

Die neue Weboberfläche ist quasi eins zu eins von Gmail übernommen, auch mit der Sidebar am rechten Seitenrand für den Schnellzugriff auf andere Google-Dienste wie Notizen, Aufgaben und Kalender. Habt ihr lange kein Google Hangouts verwendet, kann Google Chat zum Start auch nicht sonderlich viel aufbieten und sieht dann eventuell wie bei mir aus:

Google Chat erlaubt die Kontaktaufnahme nur mit Google-Konten. Ihr findet dort daher nicht die Kontakte, zu denen im Adressbuch nur eine Telefonnummer hinterlegt ist. Der Ansatz ist also wieder ein anderer als bei WhatsApp und Co. Das dürfte nicht gerade zu einem großen Erfolg verhelfen, der sicherlich auch gar nicht eingeplant ist.

Für die heute im Fokus stehende mobile Nutzung kommt wohl eher Google Messages inkl. RCS-Funktionen zum Einsatz. Google Chat ist bislang optional, Messages auf Android-Geräten vorinstalliert.

Preis: Kostenlos

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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3 Kommentare

  1. Absolut sinnlose Richtung, die Google hier einschlägt. Statt Hangouts weiterzuentwickeln vergraulen sie ihre Kunden jetzt. Die Nutzeroberfläche ist mehr als unschön (alle Nachrichten Linksbündig?! What?). Ich hoffe, dass das in der „Testphase“ durch Feedback transparent wird. Vermutlich ist Google mittlerweile zu groß um smart zu bleiben.

  2. Adaptiere Google-Dienste seit einigen Jahren nur noch, nachdem die erfolgreich sind.
    Mit der Einstellung scheine ich aber bei weitem nicht alleine zu sein. Hat Google aber selbst zu verantworten.

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