Xiaomi treibt seine aggressive Preisstrategie erneut auf die Spitze und bringt mit dem Poco F3 den Nachfolger für ein legendäres Android-Smartphone in den Handel. Das neue Poco F3 hat fast ausschließlich Flaggschiff-Hardware zu bieten, kostet aber wie ein eher günstiges Mittelklasse-Smartphone. Das ist wieder mal beeindruckend und lässt weitere Marketingausgaben überflüssig werden, denn diese Gerät spricht für sich.

Das folgende Datenblatt gibt es zum Early-Bird-Preis schon für unter 300 Euro:

  • 6,67″ OLED-Display, 120 Hz, FHD+, 900 Nits
  • Snapdragon 870, 6/8 GB RAM (LPDDR5)
  • 128/256 GB Speicher (UFS 3.1)
  • 48 MP Kamera (F1.79, 1/2″ Sensor) + Ultraweitwinkel + Telemakro
  • 4.520 mAh Akku, 33 Watt Schnellladen
  • 5G, Dual-SIM, NFC, Wlan 6, Bluetooth 5.1
  • IR-Sender, Dual-Lautsprecher, Fingerabdrucksensor
  • 163,7 x 76,4 x 7,8 mm, 196 g
  • Android 11 mit Google-Apps ab Werk vorinstalliert

Es ist nicht alles dabei, was ein echtes Flaggschiff bieten würde

Natürlich sind die Haken nicht weit, denn ein echtes vollständiges Flaggschiff-Paket bekommen wir nicht geliefert. Bei der Kamera mit eher kleinem Bildsensor fehlt schon fast obligatorisch die optische Bildstabilisierung und auch Wireless Charging ist wieder nicht mit dabei. Auf einige teure Technik wie eine Flaggschiff-Kamera verzichtet Xiaomi zwangsläufig und auch Gorilla Glass 5 ist günstiger als neuere Generationen. Ganz zu schweigen von einer Update-Garantie, die Samsung für 3 Jahre bietet.

Das sagt Xiaomi zum Preis:

Das POCO F3 wird ab dem 30. März 2021 in der 6GB+128GB Variante zu einer UVP von 349,90 Euro sowie in der 8GB+256GB Variante zu einer UVP von 399,90 Euro erhältlich sein.

Ein begrenztes Kontingent beider Varianten ist ab dem 30. März zum Early-Bird-Preis von 299,90 Euro bzw. 349,90 Euro online unter po.co und Amazon erhältlich, solange der Vorrat reicht.

Für etwas weniger Geld gibt es das Redmi Note 10 Pro, das bis auf den schwächeren Prozessor das gleiche oder sogar ein etwas besseres Paket bietet. Je nach Anspruch des Kunden.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Die Frage ist natürlich, in wievielen Modellen des unteren und mittleren Preisbereichs wir noch z. B. das ewig gleiche oder zumindest ähnliche Kamera-Setup (hochauflösende Hauptkamera, abgespeckter Ultraweitwinkel plus Makro) benötigen? OLED und erhöhte Bildfrequenz sind ebenfalls zunehmend in der Mittelklasse angekommen, ansonsten gilt exakt die Aufzählung, die auch im Artikel vorgenommen wurde. Innovation? Fehlanzeige. Prinzipiell geht es nur darum, eine Flut von Geräten auf den Markt zu drücken und damit möglichst viele Plätze zu besetzen und dadurch Umsatz zu generieren. Das ist legitim, aber leider auch – siehe zuletzt das an- bzw abgeschlagene LG – vollkommen innovationsfeindlich. Massenware mit guten Benchmark-Werten zum virtuellen Sch***vergleich halt, ohne wirkliche Höhe-, aber eben auch mit überschaubaren Schwachpunkten. So schickt sich Xiaomi halt an, zum Volkswagen der Handy-Hersteller zu werden. Der große Knallefekt wie früher z. B. die Mi Mix-Reihe, der bleibt jedoch zunehmend aus. Oder wird als Global Version erst gar nicht angeboten, siehe zuletzt das Mi 10 Ultra. So entlockt mir das alles nur noch ein „ah, wieder was von Xiaomi“. Ohne irgendein Interesse am Produkt selbst zu entwickeln. Einfach, weil das Produkt so monoton geworden ist.

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