Huawei wird schon seit vielen Monaten stark kritisiert, insbesondere die amerikanische Regierung schießt mit Verschwörungstheorien und Ängsten gegen den chinesischen Hersteller. Seit Mai steht Huawei in den USA sogar auf der schwarzen Liste und darf mit US-Unternehmen nur noch sehr eingeschränkt zusammenarbeiten. Deshalb gab es zuletzt auch keine komplett neuen Smartphones mit Google-Apps mehr. Huawei […]

Huawei wird schon seit vielen Monaten stark kritisiert, insbesondere die amerikanische Regierung schießt mit Verschwörungstheorien und Ängsten gegen den chinesischen Hersteller. Seit Mai steht Huawei in den USA sogar auf der schwarzen Liste und darf mit US-Unternehmen nur noch sehr eingeschränkt zusammenarbeiten. Deshalb gab es zuletzt auch keine komplett neuen Smartphones mit Google-Apps mehr. Huawei steht aber auch im Bezug auf 5G-Netzwerktechnologie stärker unter Druck.

Nicht nur Smartphones kommen von Huawei, das Unternehmen hilft auch weltweit mit Technik und Know-How beim Ausbau der neuen 5G-Netze. Bislang war Huawei in Deutschland geduldet, doch das könnte sich jetzt doch noch ändern. In „kritischen Netzbereichen“ könnte daher kein Huawei stattfinden, weil nun auch in Deutschland eine gewisse Angst davor herrscht, dass das Unternehmen mit der chinesischen Regierung zusammenarbeitet oder zumindest dazu gezwungen werden könnte.

Jetzt soll es für den Aufbau der 5G-Netze eine klare politische Bewertung der möglichen Risiken geben. Somit scheint nun doch wahrscheinlicher, dass Huawei nicht uneingeschränkt mitmischen darf. Der BND wirft Huawei vor, das Unternehmen stünde direkt in Verbindung mit der chinesischen Regierung, sogar vom Staatskonzern war die Rede. Vertrauen könnte man Huawei deshalb nicht entgegenbringen.

Huawei verteidigt sich

Entgegen der Behauptungen des BND-Präsidenten ist Huawei Technologies kein staatliches Unternehmen, sondern ein rein privates, das sich vollständig im Besitz seiner Mitarbeiter befindet. Huawei Technologies befindet sich weder in Abhängigkeit von der Kommunistischen Partei Chinas noch vom chinesischen Sicherheitsapparat. Für diese Behauptungen gibt es keinerlei faktische Evidenz und wir weisen sie entschieden zurück.

In den letzten mehr als 30 Jahren hat unsere Technologie in mehr als 170 Ländern mehr als drei Milliarden Menschen auf der ganzen Welt miteinander verbunden. Dabei können wir eine hervorragende Sicherheitsbilanz vorweisen, auch und gerade in der Bereitstellung von 4G-Technologie. Als Mitglied mehrerer globaler 5G-Standardisierungsorganisationen war Huawei von Anfang an intensiv in Fragen der 5G-Netzwerksicherheit involviert und hat dafür gesorgt, dass Cybersicherheit in seine Technologieentwicklung und -bereitstellung integriert ist.

Der von der Bundesregierung vorgeschlagene Weg, der für alle Anbieter höhere und einheitliche Sicherheitsstandards festlegt, ist aus unserer Sicht der richtige. Mit Hilfe erweiterter Erklärungen und prozessorientierter Prüfungen werden alle Technologieanbieter gleichermaßen eingeladen, sich fair am Wettbewerb um die Bereitstellung von 5G-Technologie zu beteiligen, wenn sie die Sicherheitsanforderungen erfüllen. Dieser fakten- und standardbasierte Ansatz ist von exemplarischer Bedeutung für die Bewältigung globaler Herausforderungen der Cybersicherheit. Software-Updates können und werden selbstverständlich ebenfalls ständiger Prüfungen durch Netzbetreiber, Auditoren und IT-Sicherheitsbehörden unterzogen und stellen keine unkontrollierbaren Einfallstore für Cybersicherheitsrisiken dar.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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