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Android

Wie sich Huawei mit aufgewärmten Smartphones durchmogelt

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Huawei Mate 30 Pro

Huawei darf für neue Smartphones die Google-Dienste nicht beziehen, das untersagt eine Strafe der US-Regierung, die Huawei nur noch sehr eingeschränkt mit amerikanischen Unternehmen wie Google zusammenarbeiten lässt. Und dennoch hat das Unternehmen zuletzt neue Smartphones vorgestellt, die mit den Google-Apps ausgestattet sind und in Deutschland bzw. Europa angeboten werden. Huawei muss dafür allerdings ein wenig tricksen, echte Neugeräte mit Google-Diensten hat es hier schon länger nicht mehr gegeben.

Erst vor ein paar Tagen präsentierte Huawei-Tochter sein neues 9X für Europa. Könnte man zumindest meinen, der Name stimmt und der Look kommt dem chinesischen Honor 9X schon durchaus nahe. Nun ist das chinesische 9X auch keine einmalige Weltneuheit, doch der verbaute Kirin 810-Prozessor macht den Unterschied. Der wesentlich neuere Prozessor steckt aber nicht im europäischen 9X, stattdessen bekommen wir aufgrund des Kirin 710F eher ein aufgewärmtes Huawei P Smart Z angeboten. Außerdem ist der Fingerabdrucksensor altmodisch an der Rückseite des europäischen 9X.

Huawei wärmt ältere Hardware auf

Auf „alte Hardware“ setzt Huawei auch beim Nova 5T, das aufgrund des Kirin 980 in der oberen Mittelklasse eingeordnet werden kann. Grundsätzlich ein interessantes weil attraktiv ausgestattetes Android-Smartphone, das uns aber auch nicht ganz neu ist. Huawei hat dieses Smartphone fast baugleich schon im Handel, nämlich als Honor 20. Trotz US-Sanktionen gibt es neue Huawei-Smartphones mit Google-Apps? Nein, nicht wirklich. Von neu kann man nur bei der Mate 30-Serie reden und die hat bekanntermaßen keine Apps und Dienste von Google an Bord.

Huawei mogelt sich also mit alter Hardware in neuer Verpackung derzeit noch irgendwie durch, um in Märkten wie Europa weiterhin präsent zu bleiben, obwohl man tatsächlich neue Geräte hier derzeit gar nicht anbieten kann. Jedenfalls würden die Geräte ohne Google-Dienste in Europa nicht sonderlich viel Beachtung finden. Ich bin mir sicher, dass die Verkaufszahlen im letzten Quartal 2019 und ersten Quartal 2020 die Strafen der Trump-Regierung widerspiegeln werden – insofern sich die aktuelle Lage nicht ändert.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    HaWe58

    29. Oktober 2019 at 23:13

    Dann schlage doch mal vor was sie stattdessen tun sollen in der Situation! Euer Genörgel geht gewaltig auf die Nerven.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      30. Oktober 2019 at 07:29

      Ich habe nicht genörgelt, nur auf einen Umstand hingewiesen.

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