Google will das bekannte ChromeOS auf einen neuen Software-Stack umstellen, diesen Plan möchte Google noch in 2026 bis zu einem gewissen Punkt fertiggestellt haben. Aber nicht nur das geht aus aktuellen Gerichtsunterlagen hervor, nun wissen wir etwas mehr über die Pläne.
Google hatte vor einiger Zeit offiziell gemacht, dass ChromeOS zukünftig auf dem Android-Stack basiert und nicht mehr auf einem standardmäßigen Linux. Dahinter verbirgt sich ein neuer, langfristiger Plan, wie man das Thema Notebook in Zukunft anpackt. Dabei ist geplant, das traditionelle ChromeOS einzustellen.
ChromeOS-Aus: Alte Hardware zwingt Google zum Support für weitere acht Jahre
Google plant die schrittweise Einstellung von ChromeOS bis zum Jahr 2034, wie aus aktuellen Gerichtsdokumenten im Rahmen eines Kartellverfahrens hervorgeht. Aus den Dokumenten geht hervor, dass die neue Version auf Basis von Android kaum mit älterer Hardware funktionieren wird und darin liegt ein Knackpunkt.
Weil Google die bereits verkauften Chromebooks nicht auf das neue ChromeOS mit Android-Basis aktualisieren kann, muss man das alte ChromeOS noch bis 2034 unterstützen, um das Versprechen einer zehnjährigen Support-Garantie für bereits verkaufte Geräte einzuhalten.
Für neuere Hardware (Chromebooks) arbeitet Google an einer Migrationslösung, mit der Nutzer direkt auf das neue Android-basierte Desktop-System wechseln können. Ich würde jedoch vermuten, dass man das alte ChromeOS dann zwar weiterhin pflegt, aber nur noch begrenzt mit neuen Funktionen beliefert.
Der neueste Blick auf den Desktop-Modus für Android, der gerade noch entwickelt wird:

Android for PCs startet 2026 testweise
Das neue ChromeOS auf Basis von Android soll 2026 in einer ersten Version veröffentlicht werden, aber wohl erst mal nur für „Tester“. Ein vollständiger öffentlicher Release ist für 2028 vorgesehen, dann ist auch die breite Einführung in den Bereichen Bildung und Unternehmen geplant.
Aus den Dokumenten und Aussagen geht hervor, dass man das auf Android basierende ChromeOS (intern: Aluminium OS) deutlich tiefer mit KI-Funktionen verknüpfen kann und eine bessere App-Kompatibilität gewährleistet ist. Die neue Software kann dann auch sehr umfangreiche Apps nativ ausführen.

Vor wenigen Tagen sind bereits erste neue Geräte mit der neuen Software durchgesickert, in Zusammenarbeit mit Lenovo entstehen wohl mindestens ein neues Highend-Tablet und außerdem ein Notebook mit Intel-Chipsatz. Womöglich möchte Google zukünftig gezielt mehr Highend-Geräte in Umlauf bringen.
