ADAC sieht China-Elektroautos „auf Augenhöhe“

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Es ist kein großer Fehler, über ein Elektroauto aus China nachzudenken.

Es gibt in Deutschland immer noch eine gewaltige Skepsis gegenüber den vielen neuen chinesischen Elektroautos und das spielt deutschen Marken durchaus in die Karten. Aber die Zweifel werden zunehmend ausgeräumt, auch weil es positive Mitteilungen von wichtigen Institutionen wie dem ADAC gibt. Neue Tests bestätigen das, räumt der ADAC ein.

Der ADAC hat über 13 Modelle aus den letzten drei Jahren ausgiebig getestet. Schlussendlich entstand dabei ein klares Bild über chinesische Elektroautos: Es sind „ernstzunehmende Konkurrenten und sie überzeugen in vielen der Testkategorien“. Zum Beispiel: Bis auf zwei Ausnahmen erreichten alle Fahrzeuge volle 5 Sterne im NCAP-Crashtest.

In einigen anderen Tests, darunter der Ausweichtest, schneiden „viele Fahrzeuge“ europäischer Hersteller sogar schlechter ab. Abgesehen davon bestätigt der ADAC eine alles in allem gute Materialqualität und eine versierte Verarbeitung von Karosserien sowie Innenräumen. Die chinesischen Hersteller haben stark aufgeholt, heißt es im Fazit.

Chinesische Elektroautos haben sehr stark aufgeholt, aber sind immer noch nicht ohne Schwächen

Es ist aber nicht alles perfekt, gerade bei den Assistenzsystemen stechen besonders deutsche Hersteller positiv hervor. Da haben Tesla und einige Chinesen immer noch Probleme. Verkehrszeichenerkennung, Spurhalte- und Abstandssysteme funktionierten „oftmals nur unzuverlässig“, schreibt der ADAC zu diesem Punkt.

Im Bereich der Software sind auch noch einige Schwächen zu finden. Besonders die starke Fokussierung auf Touch bringt teilweise zu komplexe Menüs mit, bei günstigeren Fahrzeugen trifft man auf eine teilweise eher träge Software und das mit den Übersetzungsfehlern finden wir heute selbst bei sehr etablierten Smartphone-Herstellern immer noch.

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1 Kommentar zu „ADAC sieht China-Elektroautos „auf Augenhöhe““

  1. Was für eine Anmaßung und verkennen der Realitäten vom ADAC. BYD z.B. ist schon jahrelang erfolgreich in China unterwegs, Shenzhen hatte bereits 2016 ihre komplette Stadtbusflotte auf Batteie unmgestellt. Immerhin waren das fast 17.000 Busse sowie 22.000 elektrisch betriebene Taxen. Da haben wir in Deutschland noch Elon Musk und Tessa belächelt. Woher bezieht unsere Automobilindustrie die Batterien? Richtig von Firmen wie SVolt oder CATL aus China. VW bekommt ja noch nicht einmal ihre IT richtig hin.
    Aber China Autos holen stark auf…….ist schon ein spezieller Humor vom ADAC.

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