Android: Kaum keiner hat Version 16, fast keiner kauft Premium

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Es läuft im Android-Ökosystem einfach anders als bei Apple und das hat sich in beinahe zwei Jahrzehnten nicht signifikant verändert. Heute sind wir bereits bei Android-Version 16 und sie wird sicherlich schneller auf Geräte verteilt und das bei mehr Herstellern als bei früheren Versionen, aber das ändert nichts an der Regel.

Ein Blick auf die aktuellsten Zahlen (direkt von Google) rund um die Android-Versionen verrät eindeutig, dass sich auch Android 16 kaum schneller als vorherige Versionen im Ökosystem ausgebreitet hat. Das ging zwar schneller als bei Android 15, dennoch liegt der Anteil unter 10 Prozent. Bei neuen iOS-Versionen im Apple-Ökosystem sieht das immer komplett anders aus.

Android 16 verteilt sich schneller als Android 15

Android 16 verzeichnet mit 7,5 % einen vergleichsweise starken Start, da die Version erst vor rund sieben Monaten veröffentlicht wurde. Zum Vergleich: Android 15 lag zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahreszyklus bei nur 4,5 %. Android 15 ist mit 19,3 % aktuell die meistgenutzte Version, gefolgt von Android 14 (17,2 %) und Android 11 (13,7 %), das sich hartnäckig vor Android 12 (11,4 %) hält.

Erst jetzt wurde übrigens das sehr viel ältere und schon fast legendäre Android 4.4 KitKit aus dieser Statistik entfernt. Durch den extrem hohen Anteil günstiger Budget-Geräte halten sich ältere Android-Versionen meist sehr lange am Markt, denn abseits der Flaggschiff-Smartphones war das Update-Prozedere bei den meisten Herstellern eine lange Zeit sehr dürftig.

Wir haben erst kürzlich erfahren, dass die Update-Stratege im günstigeren Preisbereich sogar heutzutage immer noch ein Problem ist, selbst Pioniere wie Motorola versuchen zu sparen und wollen neuen Geräten sogar kein einziges Android-Update spendieren.

Premium-Anteil immer noch extrem gering

Im oberen Preissegment ist der Anspruch freilich ein anderer, da hören wir öfter von langfristigen Update-Garantien, die fünf Jahre längst übersteigen. Und längst liefern sogar Hersteller wie Vivo und Oppo neue Android-Versionen zügig aus. Dummerweise werden Premium-Smartphones mit Android immer noch in eher geringfügigen Stückzahlen verkauft.

Während sich die neuesten iPhones jenseits der Marke von 1.000 Euro schnell durchsetzen, sind da die Premium-Modelle aus dem Android-Ökosystem chancenlos. Erneut war allein das Ultra-Modell von Samsung in den Top 10 der am meisten verkauften Smartphones vertreten, wobei das Galaxy S25 Ultra etwas schlechter als sein Vorgänger abschnitt.

Wenn in den Top 10 andere Android-Modelle zu finden sind, dann immer nur aus sehr niedrigen Preisklassen und fast immer nur von Samsung. Im vergangenen Jahr sind es das Galaxy A16 und A06 gewesen, die günstigsten Android-Smartphones der Südkoreaner. Xiaomi schafft als drittgrößter Hersteller nicht ein Modell in den Top 10 platzieren.

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via Counterpoint Research

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