Apple hat da keinen Bock drauf: Ist iMessage ein Gatekeeper und sollte geöffnet werden?

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Bild: Alexander Shatov/Unsplash

Apple will mit iMessage keine Türen öffnen und hofft von der EU ignoriert zu werden.

WhatsApp und Co. sind geschlossene Apps, sie sind also nicht mit anderen Diensten kompatibel und möchten das auch nicht sein. Gilt auch für iMessage von Apple, ein exklusiver für das Apple-Ökosystem angebotener Messenger. Apple meint, dass iMessage gar nicht so populär sei und daher von neuen EU-Reglungen ausgenommen werden sollte.

Bei uns in der EU gibt es spannende Pläne, denn Gatekeeper-Dienste sollen sich öffnen müssen. WhatsApp müsste sich dann für andere Messenger öffnen und entsprechende Schnittstellen zum Datenaustausch bieten. Das wird scharf kritisiert und die Unternehmen haben darauf keine Lust. Apple wehrt sich inzwischen gegen die geplanten EU-Regulierungen.

Gatekeeper oder nicht, das ist hier die Frage

45 Millionen aktive Nutzer müssen einem Dienst zugehörig sein, damit sie in die Gatekeeper-Regulierung fallen. Apple will in der EU angeblich weniger zählen, so das Unternehmen. Dabei sind sich längst alle einig, dass iMessage, FaceTime und andere exklusive Anwendungen sehr wohl Gatekeeper sind und einen sozialen Einfluss haben.

Welche bekannten Dienste als Gatekeeper eingestuft werden, soll von der EU wohl noch im September angekündigt werden. Es sind sicherlich sehr viele Angebote von Facebook (Meta) und Google mit dabei. Wenn sich iMessage öffnen muss, hätte auch Google einen erfüllten Wunsch. Der Konzern hätte gerne, dass iMessage mit dem RCS-Standard aus Google Messages kompatibel ist.

Das steckt hinter RCS: Es handelt sich um den Nachfolger der SMS, der ähnlich simpel aufgebaut ist. Es braucht kein Benutzerkonto oder eine Extra-App, die Unterstützung ist über die Rufnummer unter Android per Google Messages-App vorinstalliert. RCS hat allerdings die moderne Funktionsvielfalt, die wir aus WhatsApp, Telegram und Co. kennen.

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