Disney+, Netflix und vergleichbare Videodienste haben allesamt dasselbe Problem. Bislang geht nur nicht jeder gegen das sogenannte Account-Sharing vehement vor. Netflix will mehr gegen Nutzer tun, die ihr Konto mit anderen Leuten teilen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören. Dabei stellt sich aber die Frage, wie man diese Nutzer begeistern kann, ein eigenes Netflix-Konto zu erstellen und zu bezahlen. Das ist auch eine Frage, die man sich bei Disney+ stellt.

Warum teilst du dein Konto mit anderen Nutzern?

So soll der amerikanische Videodienst in Spanien vor wenigen Tagen eine Umfrage gestartet haben. Man wollte von den Nutzern wissen, warum sie ihr eigenes Disney+ Konto und das dazugehörige Passwort mit anderen Nutzern teilen. Die meist gewählte Antwort dürfte wohl die sein, weil man sich so in die Kosten reinteilen kann. Zumindest, wenn die Leute ehrlich sind.

Disney wollte sich auf Nachfrage allerdings nicht äußern, was der Hintergrund der Umfrage ist.

Protocol vermutet allerdings, dass man bei Disney+ neue Produkte erarbeiten möchte. Neue Produkte, die auch Nutzer locken, die den aktuellen Preis für ein Abonnement nicht alleine zahlen wollen oder können. Dafür hat Disney allerdings schon einen Plan, denn der Konzern führt langfristig günstigere Abonnements ein, die dafür zusätzlich durch Werbung finanziert sind.

Mit dem richtigen Angebot in der Hinterhand könnte Disney es wagen, neue Mittel einzusetzen, um das Passwort-Sharing stärker einzuschränken. Ich glaube jedenfalls, dass die Anbieter dieses Thema proaktiv angehen müssen, aber allerdings auch attraktive Lösungen anbieten sollten.

Sonst sind wir weg: Netflix braucht jetzt Billig-Abos mit Werbung und Pakete mit kürzeren Laufzeiten

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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