HarmonyOS könnten wir noch in diesem Jahr erstmals zu Gesicht bekommen. Kurz vor Weihnachten startet eine Testphase des Android-Ersatz.

Bislang sieht es auch unabhängig der politischen Lage in den USA schwer danach aus, dass Huawei langfristig nur noch auf eigene Software setzt. Man kehrt Android nach und nach den Rücken zu. Die Plattform ist mit dem Google-Verbot für Huawei nur noch bedingt sinnvoll. Bereits in den kommenden Monaten ist das HarmonyOS testbar auf den ersten Huawei-Smartphones. Jetzt folgten noch ein paar mehr Details zu den unmittelbaren zeitlichen Plänen des chinesischen Herstellers.

HarmonyOS ist in früher Testphase, noch vor Weihnachten könnte es losgehen

Eine frühe Entwicklerversion von HarmonyOS wird aktuell erfolgreich getestet, eine verfügbare Betaversion für Entwickler soll es schon im Dezember des laufenden Jahres geben. Nachdem dann diese öffentliche Betaphase im Dezember gestartet ist, sollen Nutzer einige der bereits verfügbaren Huawei-Geräte im Frühjahr auf HarmonyOS aktualisieren können. Alles freiwillig in einer frühen Testphase und vielleicht erst mal nur China-only.

Huawei kündigte bereits vor einigen Monaten an, dass bereits verkaufte Geräte auf HarmonyOS aktualisiert werden können. Wie das im Detail aussehen soll, hält der Hersteller bislang genauso gut geheim wie die zu erwartende Nutzeroberfläche von HarmonyOS. Es war zwar schon von einem besonders simplen Installationsvorgang die Rede, aber versprechen kann so ein Unternehmen immer viel. Bislang hat Huawei viel geredet und wenig gezeigt, das kratzt am Vertrauen.

Bislang hat Huawei nur viel versprochen

Derweil geht es mit Huawei auf Raten bergab, inzwischen schlägt sich das Fehlen der Google-Apps auf die Verkaufszahlen neuerer Geräte nieder. HarmonyOS wird auch keine Rettung sein und das entstehende Loch in den westlichen Märkten kaum stopfen können, ist zumindest meine eher pessimistische Sicht der Dinge.

via Weibo

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

Nehmen Sie an der Konversation teil

8 Kommentare

  1. Ich denke nicht, dass man hier mit einem neuen OS Erfolg haben wird. Wenn selbst große Unternehmen sich mit ihren Systemen nicht durchsetzen könnten sehe ich da Schwarz.

    1. Was Sie glauben, ist irrelevant.

      Fakt ist, dass Huawei keine andere Chance hat. Die brauchen ja schließlich ein OS für ihre Smartphones.

  2. Ich habe ja mein P20 behalten und werde darauf garantiert HarmonyOS installieren und testen.
    Mit meinem Pixel 5 bin ich aber mehr als zufrieden;)

  3. Es wird sich zeigen, was Harmony OS kann und wie es sich gegen ios und android schlägt.

    Wenn Huawei verspricht, dass über 4 Jahre Updates zur Verfügung zu stellen und auf Höhe der Zeit sein System hält, könnten viele geneigt sein, zu wechseln.
    Wenn es ein Androidfork sein sollte oder was ähnliches, dann bestünde auch kein Problem mit fehlenden Apps.

  4. Wichtiger ist, wie Harmony OS technisch schlägt. Nun, wegen der Mikro-Kernel Aufbau es wird um die 60% schneller sein als Android. Darauf können auch später SoCs besser abgestimmt werden, was weitere Geschwindigkeitsvorsprung bringt.
    Die Dienste von Google können ersetzt werden. Die Apps können einfach konvertiert werden, die Tools stehen zur Verfügung. Wer heute nur mit Gmail mailen kann, schränkt sich auch beim denken ein, wird das schlechtreden später bereuen.

  5. Ich werde harmony auf mein Mate 20 Pro sicher installieren. So toll ist Google nicht, deswegen verstehe ich nicht warum alle danach schreien. Es wird Zeit für was neues. Meine Zukunft bleibt bei Huawei

  6. Hallo, Ibod schrieb, das Update bei Huawei 4 Jahre zur Verfügung stehen. Ich hatte 3 Mate 10 neu gekauft (auch für Frau und Tochter) und nach 8 Monaten war Schluss. Was bilden die sich ein? Es gibt ein Sprichwort, dass besagt, wenn sie (natürlich auch er) es nicht tut, dann tut es eine andere…. Ich brauche mind. Version 10 um drahtlos mit dem Autoradio per Android-Map“ seitens Google anbändeln“ zu können. Was passiert jetzt? Jetzt bleibt tatsächlich nur noch der Erzfeind Google. Um eigene Kunden bei der Stange halten, hätte man Update gegen Gebühr anbieten können. Das macht TomTom auch. Und Taler wären nicht gerade wenige in die Kasse von Huawei gespült worden. Also haben bekanntlich andere Mütter auch schöne Söhne. Drum merke: wie China in der Vergangenheit mit möglichst nicht geborenen Mädchen umgegangen ist, ist ja weltweit bekannt. Umgekehrt aber „Hauptsache Huawei“. Ende der Fahnenstange…

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.