Bei Tablets sieht es sogar für Apple schlecht aus

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Bild: Ayush Kumar/Unsplash

Tablets sind längst nicht mehr so gefragt wie früher einmal - selbst iPads verkaufen sich immer schlechter. Woran kann das liegen?

Der Tablet-Markt beendet das schwierige Jahr 2023 mit einem Rückgang von 11 Prozent im vierten Quartal, so die aktuellen Daten von Canalys. Insgesamt wurden im vierten Quartal 2023 rund 37,8 Millionen Tablets ausgeliefert. Für das Gesamtjahr 2023 bedeutet dies einen Rückgang der weltweiten Tablet-Lieferungen um 10 Prozent auf 135,3 Millionen im Vergleich zu 2022, was dem Trend seit dem absoluten Spitzenjahr 2020 entspricht. Dass der Verlust nicht größer ausgefallen ist, ist vor allem China und Indien zu verdanken, wo die Nachfrage nicht ganz so stark gesunken ist.

Laut Canalys gab es in der vergangenen Weihnachtssaison zwar einen deutlichen Anstieg bei Werbeaktionen und Bundle-Angeboten für Tablets, dies habe jedoch nicht ausgereicht, um den Markttrend umzukehren. Aggressive Werbestrategien seien weltweit eingesetzt worden, um die bereits seit längerem bestehenden hohen Lagerbestände an Tablets abzubauen. In einigen Märkten im asiatisch-pazifischen Raum seien beispielsweise ältere Tablet-Modelle mit neu eingeführten Smartphones gebündelt worden, um den Abverkauf zu beschleunigen.

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Mit gesünderen Lagerbeständen und weiterem Potenzial für staatliche und kommerzielle Anwendungen wird für 2024 eine Erholung der Tablet-Auslieferungen erwartet. Neue Modelle von TCL und Lenovo und die mutmaßlich anstehenden iPad-Updates zu Beginn dieses Jahres dürften dazu beitragen.

Eine Herausforderung für die führenden Tablet-Anbieter ist laut Canalys die Innovationslücke zwischen Tablets und anderen PCs. Die Pläne zur Integration von KI in Tablets hinken denen für PCs und Smartphones hinterher. Für Anbieter, die eine einheitliche und nahtlose Erfahrung in ihrem Ökosystem anstreben, werde es entscheidend sein, diese Funktionalität auf alle Geräte zu bringen.

Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr werden den Analysten zufolge faltbare Tablets sein. Obwohl die Stückzahlen aufgrund der Premiumpreise dieser Modelle wahrscheinlich begrenzt bleiben werden, böten sie den Anbietern die Möglichkeit, die Vorteile für den Medienkonsum, das Lernen und die Produktivität aufzuzeigen. Ich glaube angesichts der noch vorsichtigen Verbreitung von Foldable-Smartphones nicht an den großen Durchbruch der Kategorie, beobachte aber immer mehr Experimente verschiedener Hersteller angesichts technologischer Fortschritte.

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Im vierten Quartal 2023 wurde der Tablet-Markt durch die robuste Performance chinesischer Anbieter gestützt. Huawei stieg mit einem spektakulären Wachstum von 95 Prozent auf den dritten Platz der Rangliste auf. Apple behauptete seine Spitzenposition mit 14,8 Millionen ausgelieferten iPads trotz eines Rückgangs von 24 Prozent im Jahresvergleich.

Samsung kommt mit 6,8 Millionen Geräten und einem Minus von 11 Prozent immerhin auf den zweiten Platz. Lenovo fiel auf den vierten Platz zurück, verzeichnete aber mit einem Plus von 15 Prozent ein solides Wachstum und gewann im Jahresvergleich mehr als 2 Prozentpunkte Marktanteil hinzu. Amazon ist mit einem Minus von 44 Prozent und weltweit 2 Millionen ausgelieferten Tablets immerhin noch in der Top 5 vertreten und wandert nicht in die Kategorie „Sonstige“.

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1 Kommentar zu „Bei Tablets sieht es sogar für Apple schlecht aus“

  1. Der Markt ist einfach übersättigt und der Unterschied bei nem Ipad zwischen M1 und M2 ist nun auch für ein Tablet ungefähr so erheblich wie, ob man Döner im Brot oder Dürüm isst. Niemand braucht diese Rechenpower auf einem Tablet. Und da Apple ja auch ewig Updates gibt, ist doch im Endeffekt das Alter echt egal.

    Und ich habe jetzt ein 150 Euro Honnor Tablet und das reicht vollkommen, klar nen S9 wäre nett, brauch ich für meinen Anwendungszweck aber 0.

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