In den vergangenen Wochen ging eine weitere Alternative als Crowdfunding-Projekt an den Start, mit der man kabelloses Android Auto in viele Fahrzeuge zaubern kann. CarrGenie gilt als neuer Konkurrent zu AAWireless, der in einer Pro-Version sogar noch mächtiger ist. Oder ist das alles nur ein großer Betrug?

Man hat von Fans zumindest schon einmal fast 750.000 Dollar eingesammelt. 7600 Leute haben an das Projekt geglaubt und Geld gespendet. Mit dem Anspruch, ein oder mehrere Geräte zu erhalten, wenn diese ausgeliefert werden können. Nun kam verstärkt der Verdacht auf, CarrGenie sei Betrug.

Warum auf AAWireless oder vergleichbare Geräte setzen: Mit diesen Boxen könnt ihr kabelloses Android Auto in Fahrzeugen nachrüsten, die bislang Android Auto nur per Kabel unterstützen. AAWireless, Carsifi und Co. stecken über USB-Kabel am Auto und bauen die Verbindung zum Telefon per WLAN auf. Das bringt Komfort, gerade auf Kurzstrecke.

Grundsätzlich muss bei Crowdfunding kein Produkt existieren. Meist wird hier Geld eingesammelt, um eine Idee zu verwirklichen. Oftmals sind aber wenigstens Prototypen am Start. Ist bei CarrGenie angeblich nicht so, einige Nutzer haben recherchiert, beobachtet und sind jetzt skeptisch.

Das bislang offizielle Bildmaterial soll ganz gut zusammengebaut sein, aber keine funktionierenden Geräte zeigen. Es mangelt an Material zum Entwicklungsprozess. Daher gibt es Zweifel, ob es überhaupt eine echte Entwicklung gibt. Außerdem verschleiere CarrGenie recht erfolgreich, welche Menschen hinter dem Projekt stehen.

CarrGenie hat in einem neuen Update geschrieben, dass man gerade noch im Zeitplan wäre. Demnächst sammelt man Adressdaten ein, um den Versand zum Jahresende vorzubereiten. Das ist natürlich keine Bestätigung für die Echtheit des Projekts, dafür müssen wir Geduld zeigen.

Crowdfunding ist grundsätzlich immer ein Risiko. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Projekte, die ständig verschoben worden sind und letztlich nie erschienen. Betrug hin oder her, man hat als früher Unterstützer immer das Risiko, Geld für nichts ausgegeben zu haben.

CarrGenie ist erfolgreich gewesen. Nun wird sich zeigen, ob das Projekt verschwindet, sobald Kickstarter das Geld von den Kunden an das Projekt freigibt. Und wenn es doch bleibt, müssen wir abwarten, was die Macher in den kommenden zwei Monaten tun und zeigen.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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