Stadia wird es bald nicht mehr geben und deutsche Anbieter wie Magenta Gaming sind auch wieder eingestellt. Hat Streaming von Spielen in Deutschland überhaupt noch eine Zukunft? Es sieht jedenfalls derzeit noch nicht gut aus, sagen Leute aus der Branche gegenüber deutschen Medien.

Tatsächlich hatte ich selbst in den letzten Jahren auch nicht gerade das Gefühl gehabt, dass die deutschen Gamer bereit für Spiele aus der Cloud sind. Wobei natürlich nicht nur der deutsche Markt für das Ende von Stadia verantwortlich ist, das hat sich Google selbst verschuldet.

Dennoch sehen Experten aus der Branche für Cloudgaming einen schweren Stand bei uns. „Mittelfristig hat das in Deutschland keine Chance“, sagt Fabian Boulegue von Aerosoft. Ein Indiz sei da für, dass ausgerechnet die große Telekom im deutschen Markt schon gescheitert ist.

Derzeit bewege sich der Ausbau der notwendigen Internetleitungen noch auf einem Level, das für Cloudgaming wohl nicht ausreichend ist. Die Zielgruppe sei auch deshalb noch zu klein, damit Konzerne mit ihren Angeboten in die Gewinnzone kommen.

Cloudgaming-Dienste kommen wohl nicht an exklusiven Titeln vorbei

Außerdem lag der Erfolg anderer Konzerne im Gaming oft darin, dass sie starke exklusive Titel haben. Egal ob Steam, Xbox, PlayStation oder Nintendo, „die Popularität ihrer exklusiven First-Party-Titel“ ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil für die großen Erfolge.

Google hatte das für Stadia auch vor, wollte die immensen Kosten für eigene Studios dann aber doch nicht tragen. Es sei auch immer noch schwer, die alte „Konkurrenz“ zu übertrumpfen. „Seit 20 Jahren will man den PC-Markt abschaffen“, aber er ist immer noch stark.

Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sich Cloudgaming richtig durchgesetzt hat und wirklich eine Alternative ist. Dann werden wohl auch deutsche Anwender dabei sein. Dafür braucht es aufseiten der Anbieter langen Atem und große Investitionen.

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