Die deutsche Corona-Warn-App soll bei der Eindämmung des Coronavirus behilflich sein, die Verfügbarkeit der App wird nun immer konkreter.

Äußerst lange hat sie auf sich warten lassen, die deutsche Corona-Warn-App soll jetzt aber wirklich ganz kurz vor dem Start stehen. Und ich sehe schon panische Beträge in diversen Telegram-Gruppen, wie die Leute „die Verfolgung“ durch diese App verhindern möchten. Ist aber eigentlich ganz einfach. Wer sich von Corona unbeeindruckt fühlt, der kann die Installation der App auch einfach sein lassen. Ihr müsst euer Smartphone nicht wegwerfen oder euch allein durch den Release der App, mehr als bislang verfolgt fühlen.

Android-Handys haben auch vor Covid-19 per Bluetooth kommuniziert

Spionage einzelner Personen eher unwahrscheinlich

Ich rechne ohnehin nicht mit sonderlichen vielen Downloads, im Verhältnis zu den aktiven Smartphone-Nutzern. Das Vertrauen in die deutsche Regierung ist in Teilen stark erschüttert oder zumindest nicht auf Niveau einiger anderer Länder. Aber vielleicht täusche ich mich und die Corona-Warn-App erfreut sich an großer Beliebtheit, damit sie vielleicht wirklich noch einen Nutzen für alle hat.

Erscheinen soll die App für Android und iOS in der kommenden Kalenderwoche 25. Also drei Monate nach dem Lockdown und über einen Monat nach den ersten größeren Lockerungen. Zuletzt gab es reichlich Kritik dafür, dass die Entwicklung einfach zu lang gedauert hat. Schnittstellen zur Hardware gibt es in den mobilen Betriebssystemen dann seit drei Wochen.

„Das Virus einzudämmen, ist ein Teamspiel. Jeder, der die App herunterlädt, hilft dabei. Die Bundesregierung wird in einer breit angelegten Kampagne werben.“ – Jens Spahn, BR

Was die App macht, kurz gesagt: Im Hintergrund geschieht eine automatische Kontaktmessung per Bluetooth der Smartphones, die Daten der Nutzer sind dabei pseudonymisiert. Meldet sich ein Nutzer als positiv auf Covid-19 getestet, können alle Leute über die App gewarnt werden, die mit dieser Person „in Kontakt“ gewesen sind. Dafür muss man sich nicht persönlich kennen, die Nähe zueinander kann irgendwann im Alltag durch Zufall passiert sein.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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2 Kommentare

  1. Also ich werde die App ganz sicher nutzen Bedenken hab ich da nicht. Verfolgung durch die App? Machen andere Apps das nicht auch? wäre für mich kein Grund die nicht zu nutzen. Also bleibt gesund 🙂

    1. Die Leute haben hier eher „Angst“ vor der Verfolgung durch den Staat. Das Datensammeln privater Unternehmen ist da eher zweitrangig.

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