Prinzipiell sollte die Entscheidung zwischen Android und iOS als Betriebssystem des Smartphones nur noch eine Geschmacksfrage sein – welche Oberfläche, welches Ökosystem gefällt einem besser? Zumindest in den meisten Fällen haben sich App-Entwickler inzwischen durchgerungen, ihre Software für beide Plattformen anzubieten. Dabei helfen schließlich diverse Frameworks, die gleiche Software für die beiden unterschiedlichen Systeme zu optimieren.

Doch nicht immer passiert das auch von vornherein. Die Macher des vielleicht beliebtesten Messengers in der Gaming-Szene Discord hatten der Android-App in der Vergangenheit nicht sonderlich viel Liebe geschenkt. Infolgedessen war die Oberfläche abgespeckt und Funktionen wurden erst später nachgereicht – iOS- und Web- bzw. Desktop-Applikation hatten eben Vorrang.

Android-App erhielt Updates erst nach iOS und Desktop

Wie die iOS-Variante soll der Code für die Android-App von Discord nun mit React Native von Grund auf neu geschrieben werden. „Der Wechsel zu React Native für die Android-App bedeutet ein Erlebnis, das sich auf allen Plattformen, auf denen Discord verfügbar ist, immer schneller verbessert, während Android- und iOS-spezifische Muster in der Benutzeroberfläche beibehalten werden.“

Bild: Discord

Sprich: Details des Designs und UI-Elemente werden zwischen Desktop, iOS und Android besser aufeinander abgestimmt sein, natürlich werden aber systemabhängige Navigationselemente berücksichtigt.

Der Wechsel auf das neue Software-Grundgerüst liegt wohl gar nicht mehr in allzu weiter Ferne. Schon in den nächsten Wochen wird die überarbeitete App verteilt und Android-Nutzer werden sie wie gewohnt über den Google Play Store aktualisieren können.

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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