Donut Lab, ein europäisches Unternehmen, will erstmals eine Feststoff-Akku für die Serienproduktion anbieten können. Das haben viele nicht geklaubt, auch viele Experten nicht. Unabhängige Tests sollen nun überzeugen können, dass Donut Lab wirklich so weit ist, wie das Unternehmen seit dem Jahreswechsel behauptet.
Der erste veröffentlichte Test dreht sich um die Ladeleistung. Hier geht man der Batterie auf den Grund, wie schnell sie tatsächlich geladen werden kann. „Ohne eine aktive Kühlung“ lag die Oberflächentemperaturen bei rund 90 Grad, der Batterie konnte das allerdings nichts anhaben. In wilden Diskussionen wird das sehr positiv gewertet, aber nicht nur.
Kühlung hinterlässt Fragen
Kritisiert wird hingegen die „nicht aktive Kühlung“, denn im Test kamen Kühlkörper zum Einsatz, die ein Vielfaches der Größe der eigentlichen Batterie aufwiesen. Außerdem habe der Test in einer speziellen Klimakammer stattgefunden. Der Hersteller legt diese Bedingungen also sehr wohlwollend für sich selbst aus.
Die Tests belegen, dass die 26-Ah-Zelle Laderaten von 5C (in ca. 12 Minuten voll) und 11C (in wenigen Minuten auf 80 %) erreicht. Somit kommen wir dem Ladevorgang der einem Tankvorgang ähnelt, mit großen Schritten näher. Allerdings ist die Zelle halt sehr klein, hat nämlich nur die Größe eines Smartphone-Akkus und ist damit weit entfernt von einem Elektroauto-Akku.
Test der ersten Zelle auf Smartphone-Ebene
Der aktuelle Test beweist ausschließlich, dass schnelles Laden bei einer Einzelzelle funktioniert. Er liefert absolut null Daten zur Lebensdauer (Zyklenfestigkeit), zur Energiedichte oder zur wirtschaftlichen Machbarkeit. Es werden allerdings noch weitere Videos in den kommenden Tagen folgen, in denen Donut Lab weitere Beweise liefern möchte.
Das erste Video geplanten Testreihe, die man in den kommenden Tagen veröffentlichen möchte:
