E-Autos sind zu teuer, das hört man immer wieder. Aber stört die deutschen Kunden wirklich der Preis so sehr, oder sind es nicht doch eher andere Faktoren?

Rund um elektrische Autos gibt es extrem viele Mythen. Aber natürlich schreckt vor allen Dingen erst mal der höhere Preis ab, könnte man jedenfalls meinen. Dieser wird aber derzeit noch durch großzügige Förderungen kompensiert. Wobei viele Menschen mit der Förderung nicht einverstanden sind. 59 Prozent einer Umfrage sind dagegen.

Kurioserweise sind aber 49 Prozent der Befragten, die ein E-Auto kaufen möchten, von der Prämie trotzdem nicht abgeneigt. Nimmt man halt mit, dürfte es am Stammtisch öfter heißen. Dennoch geben immerhin 66 Prozent der Befragten an, dass der höhere Preis elektrischer Autos eine Hürde für die Kaufentscheidung darstellt.

Das Ding mit Henne und Ei: Preis allein ist das nicht das Problem

Diese Hürde könnte man überspringen, wären da nicht noch andere Sorgen. Denn fast genauso viele Menschen haben in der Civey-Umfrage gesagt, dass ihnen die meist deutlich geringere Reichweite ein Dorn im Auge ist. Verständlich. Vergleiche ich unseren ID.3 mit unserem bisherigen Verbrenner, sind das bei vollem Tank und voller Ladung gut 400 km weniger.

Die fehlende heimische Lademöglichkeit stellt noch für 46 Prozent ein größeres Problem dar. Mit 54 Prozent ist der Anteil der Befragten sogar höher, die eher ein Problem im öffentlichen Ladenetz sehen, das besser ausgebaut sein muss. Hier kommen natürlich extrem die regionalen Bedingungen dazu, die sehr variieren können.

Schlussendlich ist die Nation gespalten, was die Anschaffung eines E-Autos und deren bis dato starke Förderung angeht. Mir persönlich begegnen noch zu häufig falsche Vorurteile. Aber ich kann auch verstehen, dass viele Deutsche den Einsatz von Steuergeldern gerne weniger bei Luxusprodukten sehen würden.

Gerne mal eure Meinungen und Erfahrungen dazu in die Kommentare!

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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5 Kommentare

  1. Warum wird von der deutschen Presse im noch die Kinderarbeit bewusst verschwiegen und die Trinkwasser Vernichtung das gehört zum E Auto dazu. Zum teuren Preis und reichweite gehört ist es bei mir ein no go !!!

  2. In meinen Augen haben die E-Autos folgende Probleme:
    Viel zu teuer
    Zu geringe Reichweite
    Lademöglichkeiten sind noch viel zu gering
    Das Laden von Zuhause aus gestaltet sich schwierig
    Die Herstellung der Akkus und die damit verbundene Umweltverschmutzung und das Vernichten von Natur etc.
    Menschen die dadurch leiden
    Die Bereitstellung von genügend Strom

    Strom wird immer teurer und zwar massiv. Da wird die „E-Karre“ noch uninteressanter als ein Pferd im Stall.

    Sicherlich ist es bei Verbrennern nicht viel besser, aber die E-Autos als „Weltretter“ hinzustellen, wie es doch gerne mit der E-Mobilität gemacht wird, ist einfach falsch.

  3. ~ Menschen die Auto nur wegen Alltag besitzen, können nicht kaufen
    ~ Ressourcenverschwendung? Arbeitsbedingungen in Abbauländern?
    ~ nutzbare Autos wegwerfen nachhaltig?
    ~ Energieversorgung nicht gesichert
    ~ Ladeinfrastruktur unzureichend
    ~ Förderung „für alle“ bei Vermögenden unnötig und reizt nur „Konsumieren“ an
    ~ Größe/Gewicht der meisten Fahrzeuge aufgrund der Batterie konterkariert den „SUV-Hass“ und den Parkplatzmangel
    ~ Reichweite weit unter vglb Fahrzeugen
    ~ für mich persönlich fehlt auch der Motorsound (5 Zylinder 🫶🏻)

  4. Für jeden der hier gegen das E Auto ist. Bitte mietet euch ein solches Auto und probiert einen Monat damit zu fahren. Und dann könnt ihr eine Meinung abgeben. Ja es werden hier nur die alten Vorurteile wiedergeben. Diese sind aber schon überholt. Von Sölden nach Berlin und dann nach Potsdam bin ich eine Stunde länger unterwegs gewesen. Da ich diese Strecke einmal im Jahr fahre kann ich damit leben. Kosten habe ich auf einer Tour 50 Euro weniger als mit einem Benziner. Guter Stundenlohn. Nun zum Energieverbrauch 160 kWh. Zu 64 L Benzin mal 7 kWh ist gleich 448 kWh. Das sind 288 kWh die hier in Wärme umgesetzt werden. Das gibt vielleicht doch zu Denken.

  5. Eigentlich bin ich nicht gegen E-Autos sondern ich finde es in mancher Hinsicht sogar praktischer als Verbrenner. Mir geht’s nicht draum das Auto viel krach machen muss sondern komfortabel fahren können und das können EAutos inzwischen schon. Allerdings finde ich bei dieser Anwendung aktuell Akkus an sich unpraktisch.
    1.Langes Landen
    Wer ein Haus hat und einen Parkplatz in der Nähe hat, dann kann er einfach über Nacht das Auto aufladen und was ist mit den restlichen Menschen?
    Möchte man wirklich min. 20 min in einer Ladestation warten bis es sich auflädt? Bsp. für Langstreckenpendler ein horrorszenario.
    2. Mit Auto in den Urlaub fahren, wird schwieriger. Da man sich vorab über die Ladestation informieren muss. Im Ausland wie Spanien vielleicht sogar schlechtere Abdeckung?
    Man ist in dieser Hinsicht unflexibel.
    3. Was ist wenn das Auto in flammen geht?
    Meiner Meinung nach müssen noch alle Akku Probleme beseitigt werden damit es an sich lohnt.
    Dann kann man auch über den Preis sprechen, aber so scheint es als würde man sich ein Zweitwagen kaufen und noch von einem Verbrenner abhängig sein. Nicht so viele möchte nun für Autos so viel Geld investieren. Es gibt nun auch was wichtiges wie ein Haus, dass als finanzielle Absicherung gilt und selbst dass hat nicht jeder.

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