Jetzt kommt der deutsche Personalausweis auf das Smartphone. Samsung ist der erste Hersteller, der das auf seinen Galaxy-Handys möglich macht.

Von der digitalen Variante unserer Personalien träume ich persönlich schon länger, einfach Führerschein und Personalausweis auf dem Smartphone mitführen. Samsung ist der erste Hersteller, der das in Deutschland demnächst unterstützt, teilte der südkoreanische Konzern jetzt mit. Der mobile Ausweis steht mit Verfügbarkeit der Neuerung zuerst auf den aktuellen Smartphones der Galaxy S20-Serie zur Verfügung.

„Die Smartphones der Samsung Galaxy S20-Serie, einschließlich das Galaxy S20, Galaxy S20+ und Galaxy S20 Ultra, werden die ersten sein, die sich zum eID Security Framework3 des BSI für hoheitlichen Einsatz konform erklären können. Dank der im Samsung Galaxy S20 eingebetteten Sicherheitsarchitektur bietet die eID Lösung eine Sicherheitsstufe bis zum Niveau “substantial”4 gemäß eIDAS-Verordnung der EU. Diese Verordnung soll sicherstellen, dass EU-Bürger ihre nationalen eIDs grenzüberschreitend verwenden können und Missbrauch oder Änderungen der von den Regierungen ausgestellten Ausweise verhindert werden.“

Nötig ist hierfür ein Smartphone der besagten Geräteserie, natürlich aber auch ein entsprechender Personalausweis mit NFC. Zum Hinterlegen der Personalien braucht es nur noch die App der Bundesdruckerei. Über diese App kann der Ausweis per NFC in das Smartphone „übertragen“ werden. Mit der eID könnt ihr beispielsweise Bankkonten eröffnen oder auch die digitalen Dienste der Behörden verwenden.

Passende Hardware ist vorausgesetzt

Samsung teilt mit, dass die eigenen Highend-Smartphones über entsprechende Sicherheits-Hardware im Inneren verfügen. „Die Galaxy S20-Serie bietet die höchste verfügbare Verschlüsselungsstufe, wie das kürzlich erhaltene Common Criteria Evaluation Assurance Level (CC EAL) 6+5 zeigt. Sie ist die neueste Serie von Samsung, die durch das branchenführende eSE gesichert wird.“

Daten wie Kreditkarten oder Ausweise sind auf dem Smartphone isoliert und verschlüsselt abgelegt. Das soll maximalen Schutz bieten, der bei diesen sensiblen Daten notwendig ist. Ein solcher Sicherheitsprozessor bietet eine weitere Ebene der Sicherheit, um gegen Angriffe von Außen geschützt zu sein.

Google bietet zum Beispiel den Titan-Chip, der für eine erhöhte Sicherheit in den Pixel-Handys verbaut ist.

Ausweis auf dem Smartphone bald möglich

Samsung plant die Einführung der angekündigten Neuerungen noch im Laufe des Jahres, konnte dafür aber kein genaues Datum nennen. Wir rechnen mit dem Support auch auf den kommenden Galaxy Note 20-Smartphones, die im August das Licht der Welt erblicken – und auch auf allen weiteren Highend-Smartphones der nächsten Zeit. Weniger absehbar ist dafür, ab wann vielleicht auch Mittelklasse-Smartphones mit der nötigen Hardware ausgestattet sind.

Ich hatte schon vor einer Weile über die digitalen Funktionen berichtet, die mit dem modernen Personalausweis möglich sind. Ziemlich coole Sache, die in Zukunft noch ausgebaut werden soll. Irgendwann haben wir alles auf dem Telefon, unsere Personalien, Zahlungsmittel, wie auch die Schlüssel für Haus und Auto. Ist in meinen Augen eine ziemlich faszinierende Sache, wenn man das eigene Leben digitalisieren möchte.

via Samsung

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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3 Kommentare

  1. Die Funktion ist zwar schön und gut, aber ist es nicht gefährlich so viel Daten in einem Smartphone zu haben?

    Man hat schon ohne hin, so viele Infos in einem Smartphone gespeichert.
    Name, Vorname, Geburtsdatum, (Alle Körpermaße im Samsung Health App).
    Fotos, Videos, Musikrichtung.
    Zahlungsmöglichkeiten.
    Und dann auch noch Personalausweis etc…

  2. Wir sind auf dem Weg in die digitale Knechtschaft. Der Autor ist ein Techno-Freak, der die gesellschaftspolitischen Auswirkungen nicht erkennt.

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