Deutschland schien sich genötigt, eine Corona-Warn-App ins Leben zu rufen. Das Projekt von SAP und Telekom verschling viel Geld und soll ein letztes Mal verlängert werden.

Der zweite Geburtstag der Corona-Warn-App steht einerseits für eine teilweise misslungene Politik und vorrangig für uferlose Ausgaben der deutschen Regierung. 150 Millionen Euro soll die Corona-Warn-App inzwischen gekostet haben. Für ein Projekt, das insgesamt wohl nur drei Jahre lebt.

Corona-Warn-App: Ob das Millionen-Projekt wohl wirklich geholfen hat, werden wir nie erfahren

Da die Corona-Warn-App als Auftrag entwickelt wurde, muss die deutsche Regierung die Nutzung quasi lizenzieren. Erneut soll es eine Verlängerung der Laufzeit geben, diesmal bis zum 31. Mai 2023. Es soll die letzte Verlängerung sein. Ob es dazu tatsächlich kommt, steht bislang noch nicht einmal fest.

„Noch ist allerdings nicht einmal die Verlängerung bis Ende Mai in trockenen Tüchern. Das Vorhaben werde gerade noch auf seine »vergaberechtlichen und haushalterischen Erfordernisse« geprüft“, berichtet der Spiegel.

Zukunft der App sollte geklärt werden

Über den Sinn der Fortführung als Corona-Warn-App kann man diskutieren. Was in meinen Augen ohne Frage geklärt werden muss, ist das Weiterleben der App für die Zukunft. Sie einfach einzustampfen, wäre ein wirtschaftlicher Totalverlust. Deshalb gibt es Gedanken dazu, die App als allgemeine Warn-App oder Gesundheits-App auszubauen.

Ich bin der Überzeugung, dass hier ein Plan her muss. Die App wurde trotz Skepsis von sehr vielen Leuten installiert und scheint weiterhin bei vielen aktiv zu sein. Das ist eine Chance, die App in einer neuen Form weiterzuführen. Vielleicht wirklich als einheitliche Warn-App für Naturkatastrophen und vergleichbare Dinge.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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4 Kommentare

  1. Das Drumherum um die CWA ist übrigens auch wichtig:
    mein Sohn (19) ist positiv. Übler Verlauf, keine Stimme, schläft den ganzen Tag, wenn er sich nicht hustend übergibt.

    Der positive PCR-Befund kam per Mail, ohne QR-Code für die CWA. Aber man kann ja eine Hotline anrufen und sich eine TAN schicken lassen, so steht es in der Corona-Warn-App geschrieben. Eigentlich sinnvoll, damit andere über die CWA gewarnt sind.

    Nach 30 min in der Warteschleife sagte mir die Person an der Hotline „Ihr Sohn ist volljährig, da muss ich mit ihm selber sprechen, sonst geht das nicht. Datenschutz.“
    Tja, geht nur leider nicht, da er nicht sprechen kann; Covid-19 ist primär eine Atemwegserkrankung, Überraschung. So endet die Geschichte und zugleich die Sinnhaftigkeit der CWA, wenn nur relativ Gesunde ihre Krankheit für Andere dokumentieren können. Noch eine halbe Stunde in der Warteschleife tun wir uns nicht an.

    1. Verständnisfrage:
      1. Ist er vorrerkrankt oder adipös?
      2. Warum telefoniert ihr herum? Mit welchem Ziel? Einfach 5 Tage zu Hause bleiben und fertig. Wozu benötigt man da telefonische Beratung?

      1. „Warum telefoniert ihr herum?“…na damit die App den Infizierten als solchen akzeptiert – geht halt nur mit entsprechendem Code :-(

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