Fitbit Charge 6 im Alltag getestet

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Eigentlich ein sehr guter Fitness-Tracker, wäre da nicht der hohe Preis.

Fitbit hat mit Charge 6 eine neue Generation seines beliebten Fitness-Trackers vorgestellt und will damit erneut die Lücke zwischen Smartwatch und Sportarmband schließen. Das gelingt aufseiten der Software so gut wie nie zuvor, auch wenn man jetzt als Anwender definitiv ein Freund von Google sein muss. Ich habe Charge 6 im Alltag etwas ausprobiert.

Neu ist der Support von gleich drei Google-Apps. Besonders spannend dürfte jedoch sein, dass man nun die Richtungsanweisungen einer Navigation von Google Maps direkt auf dem Armband lesen kann. Das ist wirklich praktisch, um nicht ständig das Smartphone aus der Tasche ziehen zu müssen, wenn man mal zu Fuß oder mit dem Rad in fremder Umgebung unterwegs ist.

Fitbit-Charge-6-Maps

Außerdem kann man YouTube Music von Fitbit Charge 6 aus steuern, es braucht jedoch weiterhin das verbundene Smartphone in der Nähe und eure Kopfhörer sind außerdem mit dem Telefon verbunden. Unabhängiger ist hingegen Google Wallet, das für kontaktloses Bezahlen dabei ist. Letzteres hat bei mir auf Sense 2 und Charge 6 jedoch nicht geklappt, ich bleibe bei der Einrichtung hängen. Mit Pixel Watch und Telefon nutze ich Wallet hingegen problemlos.

Sehr viel mehr Google als vorher

Dennoch sind die Google-Apps theoretisch praktisch und toll, was auch für die neue Fitbit-App auf dem Telefon gilt. Da gab es ein ordentliches Upgrade, das mir sehr gut gefällt. Das gilt größtenteils auch für die Software auf dem Armband, wobei mir hier hin und wieder bessere Anpassungsmöglichkeiten fehlen.

Fitbit-App-2023-Redesign

In einigen Menüs hätte ich gerne eine andere Reihenfolge der Punkte oder würde mir lieber andere Informationen anzeigen lassen. Ich würde auch gerne einen Blick auf meine letzten Trainings werfen, ohne dafür das Telefon nutzen zu müssen. Aber sehr viel mehr kann ich nicht kritisieren.

Der Bildschirm ist jederzeit gut ablesbar, lässt sich per Touch zuverlässig bedienen und die Menüführung hat man schnell verinnerlicht. Die Software ist wirklich sehr schlicht und nüchtern gestaltet, das wirkt etwas glanzlos neben einem Xiaomi Smart Band 8, ist aber sehr funktionell.

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Einer meiner Favoriten ist auf jeden Fall der intelligente Wecker und die neue Zurücktaste am rechten Gehäuserand kommt doch häufiger zum Einsatz. Der Tragekomfort ist aufgrund des niedrigen Gewichts wirklich gut, auch wenn ich die eingesetzten Material weniger gut als bei einer Pixel Watch vertrage.

Akku reicht eine Woche und GPS ist mit dabei

Apropos. Auch wenn die Sensoren nicht ganz so umfangreich sind, weichen die per Charge 6 gemessenen Körperdaten gar nicht so stark von meiner Pixel Watch ab. Die meisten sportaffinen Nutzer werden mit dem Charge 6 sehr gut klarkommen. Wäre da nicht der hohe Preis, den ich nicht nachvollziehen kann. Lediglich das integrierte GPS macht den Unterschied aus.

Unterm Strich erhalten wir einen sehr guten Fitness-Tracker, der in meinem Alltag keine wichtige Funktion vermissen ließ. Aber ich sehe auch keinen klaren Pluspunkt, der den Preis rechtfertig. Eine UVP von 99 Euro wäre deutlich angebrachter gewesen. Zumal man für die komplette Analyse seiner Daten monatlich zahlender Premium-Kunde sein müsste.

Fitbit Charge 6

Eigentlich kann Fitbit Charge 6 im Test überzeugen, doch der extrem hohe Preis ist nur schwer zu rechtfertigen und der entscheidende Minuspunkt.

Bewertung des Redakteurs:
3.5

Vorteile

  • 3 Google-Apps verfügbar
  • Fitbit-Software sehr aufgeräumt
  • zuverlässiger stiller Wecker

Nachteile

  • große Google-Abhängigkeit
  • brutaler Preis

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1 Kommentar zu „Fitbit Charge 6 im Alltag getestet“

  1. Ich finde die, vermutlich bezahlte Werbung, für die überteuerte Firbit, gelungen. Auch wie dezent über das Abo berichtet wird finde ich ehrlich gut.
    Das

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