Früh genug reagiert: Audi korrigiert seinen komischen Elektroauto-Verbrenner-Fehler

Audi A5 Hero

In den vergangenen Jahren hat Audi einige Fehler macht, einer war die zu starke Differenzierung von Elektroautos und Verbrennern. Nun räumen die Ingolstädter wieder auf, um ihre Kunden nicht weiter zu verwirren.

Audi hatte sich vor ein paar Jahren dazu entschieden, den Elektroautos nicht allein einen Zusatznamen zu spendieren, wie bei den anderen Antrieben auch, man wollte sogar die seit Jahrzehnten bekannte Namenstruktur des Portfolios komplett anpassen. Was für den Kunden eigentlich keine Rolle gespielt hätte, hat am Ende vor allem für Verwirrung gesorgt.

Audi wollte den Elektromodellen grundsätzlich eine gerade Zahl geben, während Verbrenner zukünftig immer eine ungerade Zahl bekommen sollten. Somit konnte es zukünftig keinen elektrischen A5 geben, aber auch keinen Verbrenner als A4. Schnell wurde der VW-Marke klar, dass es sich dabei um keine gute Idee gehandelt hat.

Audi will wieder zurück zur Tradition

Audi hat seine Entscheidung äußerst schnell bereut und lediglich einen neuen A4-Verbrenner auf A5 getauft, bei künftigen Modellen geht man wieder den traditionellen Weg. Der neue A6 mit Verbrenner wird nicht A7 heißen, sondern wirklich als A6 kommen. Ob der Kunde einen Verbrenner oder Stromer vor sich hat, wird dann vor allem am Zusatz „E-Tron“ erkennbar sein.

Die Nomenklatur kehrt zum Standard zurück, bei dem der Buchstabe A für Limousinen/Kombis und Q für SUVs steht, während die Zahl das Segment bzw. die Fahrzeuggröße definiert. Kurioserweise tragen dennoch alle Elektromodelle eine gerade Zahl: Neben dem Q4 gibt es seit einiger Zeit den A6 und Q6, in 2026 folgt der A2 E-tron und für 2028 ist der erste elektrische A4 geplant.

Abgesehen davon, ist das nicht die einzige Kehrtwende. Audi will im Innenraum wieder weniger auf Touch setzen, zukünftig sogar Bildschirme verkleinern. Außerdem werden Logos wie S und RS wieder an die Front der Modelle wandern, um diese im Straßenverkehr wieder deutlicher von den Standardmodellen abzuheben.

Audi steht mit seiner Entscheidung nicht alleine da

Audi wird sich nicht mehr krampfhaft modernisieren wollen, das ist die gute Nachricht unterm Strich. Auch andere Marken wie Mercedes gehen einen vergleichbaren Weg. Aus Modellen wie EQA oder EQB werden nun wieder GLA und GLB, die Stromer mit Stern bekommen stattdessen einfach den Zusatz EQ an die Namen gehängt.

Andere Hersteller wie BMW waren schlauer. Sie haben nicht versucht, das Elektroauto vom Verbrenner stark zu unterscheiden. Man ist recht schnell „zweigleisig“ gefahren. BMW bot nicht die besten Stromer, aber doch solide Fahrzeuge und hat seine Kunde nicht verwirrt, sondern richtig abgeholt. Das ist, was Mercedes und Audi jetzt ebenfalls tun müssen.

In meinen Augen hat Audi den entscheidenden Fehler gemacht, das Elektroauto unnötig stark hervorzuheben. Besonders die Stammkundschaft wird damit eher vertrieben und die Neukunden gab es nur in zu kleiner Zahl. Das auch bei der Konzernschwester VW der Fall, die deshalb nun auf ihre Traditionsmarken setzen und das Design der Stromer an „echte Volkswagen“ anpassen.

Kommentar verfassen

Bleibt bitte nett zueinander!