Für viele Nutzer geht im frühen Sommer dieses Jahres eine Ära zu Ende, dann ist nämlich Schluss mit den kostenlosen Zuwendungen bei Google Fotos. Einige der Nutzer verlieren die Möglichkeit, ihre Fotos in originaler Qualität kostenlos in der Google Cloud zu speichern. Um mit Nachdruck den Leuten ein Abonnement bei Google One schmackhaft zu machen, startet Google deshalb eine Offensive per E-Mail.

Allerdings wirken diese E-Mails ziemlich schockierend und zeigen nicht gerade die Realität, was in der Community deshalb auch nicht gut ankommt. Google demonstriert mit einem Bild, was die Nutzer verlieren, wenn sie Fotos nur noch komprimiert und nicht mehr in voller Qualität bei Google Fotos hochladen.

Qualitätsverlust fällt nicht so drastisch aus, wie uns Google das glauben lassen will

Das von Google verschickte Schockfoto signalisiert neben einer schlechteren Qualität eine niedrigere Auflösung, wobei das auch nur einen Teil der Nutzer betrifft. Produziert eure Kamera fertige Aufnahmen nur in 12 MP, etwa durch Pixel-Binning, ändert sich an der Bildauflösung des hochgeladenen Fotos nichts. Google legt die Grenze der Komprimierung nämlich bei 16 MP fest.

via Forbes/Google

Tatsächlich sind die Unterschiede natürlich nicht so extrem wie dargestellt. Ganz im Gegenteil, wie wir und einige Kollegen finden. 99 % der Nutzer dürfte ein Qualitätsunterschied nicht auffallen. Zwar kann ein Foto in der komprimierten Variante mal locker die Hälfte der Datenmenge verlieren, sichtbare Unterschiede gibt es allerdings nur in den Details und oftmals nur schwierig wahrnehmbar.

Google selbst bewarb die hohe Qualität früher mal als „nahezu identische Qualität“ zu den Originalaufnahmen. Inzwischen scheint man anderer Ansicht zu sein, um den potenziellen Kunden ein Abonnement bei Google One (ab 1,99 Euro/Monat) nahezubringen. So kann sich die Meinung zu den eigenen Produkten ändern.

Warum überhaupt der ganze Zirkus? Google stellt im Sommer einige kostenlose Funktionen rund um Backup & Sync bei Google Fotos ein. Je nach Konfiguration und Smartphone sind Nutzer unterschiedlich betroffen. Ihr könnt die Uploadgröße jederzeit in den Einstellungen der Android-App wechseln.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Ich bin zwar Nerd & Geek, aber auch Geizkragen.
    Zahlen für die Cloud? Nö.
    Wir zahlen schon mit Daten, und dann sollen wir noch dafür zahlen? Wir müssten für die Bereitstellung der Daten Geld bekommen!
    Speicher nun wie früher auf Datengräbern. Basta.

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