Schon seit einiger Zeit umtreibt mich die Frage, warum Google im Bereich der Elektroautos für seine Smartphone-Apps bis hierhin so wenig getan hat? Schauen wir uns heute Google Maps in der Variante an, die wohl mit Abstand am häufigsten von uns verwendet wird, ist das Elektroauto noch spärlich integriert. Google hat eine andere Sicht der Dinge, wir möchten damit aufräumen.

In der Leiste der Schnellzugriffe am oberen Bildschirmrand kann ich als Fahrer eines Elektroautos nicht festlegen, dass ich dort viel lieber einen Schnellzugriff auf Ladesäulen und nicht auf Tankstellen hätte. Ich muss immer noch auf der Leiste ganz nach rechts scrollen, die Übersicht über alle Tasten öffnen und dort ganz nach unten scrollen. Oder per Texteingabe/Spracheingabe suchen.

Der Filter für Schnelllader fängt schon bei 50 kW an, dabei würde heute wohl kaum noch jemand eine Ladestation unterhalb der 100 kW tatsächlich schnell bezeichnen wollen. Entlang einer Route während der Planung kann ich zwar nach Ladestationen suchen, aber hier muss ich dann mich selbst durch alle wichtigen Details wühlen.

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Noch schlimmer ist es, wenn man während der Navigation suchen will. In den Kategorien sind nur Tankstellen zu finden. Dafür kann ich immerhin per Wort suchen, zum Beispiel „Ladestation“. Wichtige Infos zu den Ladestationen werden mir hier nicht preisgegeben. Ich sehe Ladestationen, aber nicht deren Speed oder wie viele Anschlüsse überhaupt frei sind.

Kommentar: Google hat angeblich viel getan, doch das ist nicht wahr

Wir haben also in ein paar Sätzen festgehalten, dass man grundsätzlich in Google Maps nach Ladestationen suchen kann, aber die Routenplanung mit Ladestopps, die den Nutzern wirklich wichtig ist, der schnelle Zugriff auf Ladestationen, das ist alles noch extrem schlecht umgesetzt. In Interviews haben Google-Manager darauf eine andere Sicht.

Man spricht davon, dass man in letzter Zeit viel dafür getan hätte, Elektroauto-Ladestationen gut in Maps zu integrieren. Eine wichtige Errungenschaft sei außerdem die Anzeige einer effizienteren Route, die dem Nutzer Energie sparen kann. An diesem Punkt bin ich dabei, was die Ladestationen angeht, sieht Google das eigene Produkt ganz klar im falschen Licht.

Google zeigt kurioserweise mit einem eigenen Produkt, dass das mit den Ladestationen in Google Maps viel besser funktionieren kann. Schaut man sich einmal Google Maps in Android Automotive in einem elektrischen Auto wie dem Volvo C40 oder Polestar an, kann man dort von einer echten Ladeplanung reden. Fraglich, warum es das abgesehen von der Info über die Restreichweite nicht auch in Google Maps auf dem Smartphone gibt?

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1 Kommentar

  1. DANKE, ganz meine Meinung. Bislang beschlich mich manchmal das Gefühl, ich sei einfach zu doof GMaps richtig zu bedienen. Aber Nein, es geht noch nicht besser.

    Wichtig wäre auch die bessere Ladestation-Integration in Maps in der AndoidAuto (oder Apple CarPlay) Umgebung. Nahezu jedes BEV beherrscht das.

    Andreas (Skoda Enyaq)

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