Wie versprochen gibt es eine wichtige Featureneuheit in Google Meet. Dunkle Umgebungen werden außerdem per AI heller – aber ist das immer eine gute Idee?

Erst vor ein paar Tagen hatte ich hier im Blog darüber berichtet, dass Google Meet aufgrund der andauernden Corona-Krise einige Features in der Pipeline nach zeitlich nach vorne verlegen wird. Wie jetzt im Blog des Google-Cloud-Universums verkündet wurde, habe man vier Highlights veröffentlicht:

  • Kachel-Layout für größere Calls: In Videokonferenzen mit bis zu 16 Teilnehmenden hat jedes Gesicht nun seinen Platz. Eine exponentielle Verbesserung, waren vorher schließlich gerade einmal 4 Kameras gleichzeitig zu sehen. Da Google Meet ohnehin nur im beruflichen oder schulischen Umfeld eingesetzt wird, war das ein ziemliches Totschlagargument gegenüber der Konkurrenz wie Zoom (minus das mit der Sicherheit). Gleichzeitig verspricht Google aber, dass das längst nicht alles war: Anpassungen an Präsentationslayouts und Unterstützung auf mehr Geräten sollen große Calls noch besser machen.
  • Chrome-Tab direkt in Google Meet streamen: Anstelle eines bestimmten Fensters oder gleich des ganzen Bildschirms lässt sich nun auch nur ein Chrome-Tab mit den Gesprächspartnern teilen. Wer hochqualitatives Video- und Audiomaterial mit anderen ansehen möchte, soll auf „Present a Chrome tab“ zurückgreifen.
  • AI gegen schlechte Lichtverhältnisse: Mittels Künstlicher Intelligenz soll die Videoqualität in schlechten Lichtverhältnissen ein bisschen aufpoliert werden. Eine Idee davon, wie das aussehen könnte, habt ihr vielleicht nach dem Beispielvideo. Ganz nett, lieber wäre vielen Nutzern aber vermutlich eine Möglichkeit gewesen, den unaufgeräumten und manchmal etwas zu privaten Hintergrund auszublurren.

  • Geräusche filtern mit Noise Cancellation: Zu guter Letzt schraubt Google auch noch irgendwie Noise Cancellation in Google Meet. Hundegebell oder Tastaturklackern sollen damit rausgefiltert werden. Meine Vermutung ist, dass die Audioqualität darunter unerträglich leiden wird – in Notfällen aber sicherlich sinnvoll. Die Geräuschunterdrückung soll zunächst Beziehern der G Suite Enterprise (for Education) im Web und später auch mobil zur Verfügung stehen.

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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