Niemand hatte darüber gesprochen, doch für das kommende Pixel 6 steht eventuell das Comeback von Soli im Raum. Tatsächlich konnte die Entdeckung von „Whitechapel“ (Googles eigener Prozessor) vor einem Monat damit in Verbindung gebracht werden. Denn ausgerechnet bei der App, die für die Radargesten des Pixel 4 zuständig war und noch immer ist, tauchte ein Verweis zum Pixel 6 und dessen neuen Chipsatz auf. Nur ein Zufall oder steckt da tatsächlich mehr dahinter?

Soli: Radarchip bald wieder in Smartphones zu finden?

Auf diesen Zusammenhang war jedenfalls niemand eingegangen. Warum gibt es in den Entwickler-Kommentaren zum Quellcode der „OsloFeedback“-App, die für Soli verantwortlich ist, eine Referenz zum Google Pixel 6? Dahinter vermuten und hoffen einige Leute die Rückkehr von Soli im neuen Topmodell von Google. Dafür spräche jedenfalls der neue Nest Hub, der ebenfalls den Radarchip integriert hat. Das war ein klarer Beweis: Google hat Soli nach dem Pixel 4 nicht gänzlich aufgegeben.

Nutzer auf reddit vermuten einen entscheidenden Zusammenhang, der bislang nicht zum Thema gemacht wurde:

„Damals wurde dies als bestätigender Beweis dafür verwendet, dass das Pixel 2021 einen Whitechapel-Prozessor verwenden würde. Interessanterweise wurde nicht wirklich darüber gesprochen, dass diese Beweise in einer Dokumentation aufgedeckt wurden, die sich ausdrücklich auf die Implementierung eines Soli-Sensors bezog.“

Pixel 5 war ein simples Smartphones, um Zeit zu überbrücken

Google hat Soli im Pixel 4 für verschiedene Gesten verwendet. Man konnte Teile der Smartphone-Software steuern, ohne das Gerät dafür tatsächlich berühren zu müssen. Eine in meinen Augen nicht unbedingt gelungene Umsetzung, weswegen ich „Motion Sense“ nie wirklich verwendet hatte. Im Pixel 5 gab es Soli nicht mehr. Allerdings wirkt dieses Smartphone aus heutiger Sicht nur wie ein ideenloses Gerät, mit dem Google ein Jahr überbrücken wollte, um jetzt ein richtiges Feuerwerk loszulassen.

Google ist von den Vorzügen von Soli nämlich weiterhin überzeugt. Auch wenn es bis heute nicht die feinen Gesten gibt, wie man sie vor einigen Jahren noch versprochen hatte. Für eine Rückkehr in die Pixel-Smartphones spräche auch die neue Ausrichtung in diesem Jahr. Das Pixel 6 erwartet viele Neuerungen in sämtlichen Bereichen und teilweise absolute Highend-Hardware. Da darf der ein oder andere Feature-Bonus nicht fehlen.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

Nehmen Sie an der Konversation teil

9 Kommentare

  1. Von mir aus könnte Google das Pixel 4 so lassen wie es ist und einfach nur aktuelle Technik rein packen. Ich möchte von meinem Pixel 4 absolut nichts hergeben. Höchstens den Akku XD

  2. Google sollte sich auf billigere Massenmarkt Geräte konzentriere, ich hab nichts gegen ein Premium Samsung Pixel mit viel unnötigen Mist aber die „a“ Reihe sollte so bleiben wie sie ist und wenn möglich noch billiger werden! Ich hatte mir das 3a für 350€ geholt und jetzt auch das 4a5g für 380€ das sind jetzt schon viel Leistung und Qualität für wenig Geld aber wenn sie die 300€ Marke knacken wäre das ein Game changer. Ich werde mir auch die Pixel a Buds Kopfhörer holen das a steht in Zukunft sicher für Preis Leistung Sieger. PS der Soli sollte erstmal Kopfhörer oder SmartWatches und ganz sicher nicht ins Handy dort braucht das kein Mensch, sowas braucht man nur wenn man wenig platzt hat für Interaktionen.

  3. Ich weiß nicht so richtig, wovon Sie sprechen. Da taucht mal das Wort „Soli“ auf, was an das Finanzamt erinnert, dann wieder Gestensteuerung, bei der man sich wohl keine falsche Bewegung leisten kann.

    Stellen wir die Frage doch mal anders: inwieweit profitiert man davon und was soll das kosten?
    Ich fürchte, dass ist nur nutzlose Spielerei damit man die Preise so hoch treiben kann, dass nicht zu viele das Gerät kaufen.

    Sieht fast so aus, als wenn Google auf einen Ladenhüter zusteuert, weil überteuert und zu groß.

    1. Soli heißt das Projekt für die Radartechnologie im Miniformat von Google, um darüber eine Gestensteuerung zu ermöglichen, bei der es keine Berührung des Gerätes benötigt.

      1. Danke für die Erläuterung. Ich hab das nicht gewusst, da ich noch nicht lange Smartphones nutze und mein erstes Pixel ist das Pixel 5.

        Bei mir geht es weniger darum, was die Hersteller toll finden, sondern darum, was ich für mich benötige. Wenn das klar ist, wird geschaut, welches Gerät da in Frage kommt. Da gibt es zwei Richtungen:
        – Das eine ist eine gute Kamera. In diesem Gerät wird bei mir nie eine SIM-Karte stecken, aber dafür wird es eine SD-Kartensteckplatz haben.
        – Das andere ist Navigation, Trackaufzeichnung, Routenfindung, Telefonie, Landkarte und so weiter. Das Gerät wird so billig wie nur irgendwie möglich sein, dass es die gewünschten Funktionen zufriedenstellend erfüllt.

        Bei 5G stellt sich grundsätzlich die Frage: Bei welcher Nutzung fallen solche Datenmengen überhaupt an? Da sie bei Videostreaming auf dem Minidisplay mit Sicherheit nicht anfallen, stellt sich die Frage, ob die Datenmengen von Diensten am anderen Ende der Leitung benötigt werden. Von wem und wofür in wessem Interesse?

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar
Beachtet die üblichen Regeln für Kommentarspalten und seid nett zueinander. Wir speichern keine IP-Adressen der kommentierenden Nutzer. Hier entlang zur Telegram-Gruppe von Smartdroid.de

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.