Dezember-Patch: Neue Systemupdates gelangen auf Android-Smartphones jetzt über mehrere Wege, einer davon ist der Google Play Store.

Google liefert über den Play Store inzwischen regelmäßig neue Systemupdates aus. Hierfür sind mehrere Umbauten im Hintergrund verantwortlich, die Google in letzter Zeit für das Android-Betriebssystem umgesetzt hatte. Auch diesmal liefert Google ein neues Systemupdate über Google Play aus, nachdem die Nutzer ihre Geräte mit dem Dezember-Sicherheitspatch versorgt haben.

Google hält sich aber weiterhin mit Details zurück. Das neue Update fordert zwar einen Neustart, verrät aber keine Details über die Neuerungen. Gibt es überhaupt welche? Zumindest ein Blick auf die Sonderseite zum aktuellen Android Security Bulletin verrät nichts, denn Sicherheitsprobleme wurden nicht behoben.

„In diesem Monat wurden in Google Play-Systemaktualisierungen (Project Mainline) keine Sicherheitsprobleme behoben.“

Das ist eine äußerst ungeschickte Kommunikation, auch wenn ich daraus kein Drama machen möchte.

Dezember-Sicherheitspatch für Android ausgerollt

Mainline sorgt für Mini-Updates über den Google Play Store

Einen Teil dieser Systemupdates nennt Google „Project Mainline“. Man ermöglicht damit das Aktualisieren diverser Systemkomponenten, ohne dafür den jeweiligen Smartphone-Hersteller hinzuziehen zu müssen. Für derart kleine Veränderungen und Verbesserungen braucht es zukünftig keine vollwertigen Firmwareupdates mehr. Das sollte die allgemeine Pflege der Android-Software dauerhaft erleichtern.

„Mit Project Mainline können wir die Kern-Betriebssystemkomponenten auf eine Weise aktualisieren, die der Aktualisierung von Apps ähnelt: über Google Play. Mit diesem Ansatz können wir ausgewählte AOSP-Komponenten schneller und über einen längeren Zeitraum liefern – ohne dass ein vollständiges OTA-Update Ihres Telefonherstellers erforderlich ist.“

Bis dato mussten Veränderungen entwickelt und an die Smartphone-Hersteller weitergegeben werden, damit diese dann irgendwann neue Systemupdates auf ihre Geräte ausliefern. Dieser Prozess war langwierig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Jetzt kann zum Beispiel ein Chip-Hersteller wie Qualcomm (Snapdragon) viel direkter reagieren, wenn etwa ein Grafiktreiber für ein populäres Spiel einige Anpassungen benötigt.

Fehlalarm: Es gibt keine 4-Jahre-Garantie auf neue Android-Updates – was jetzt trotzdem besser ist

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.