Google hat wirklich viele Gründe gesammelt, um mehr Cloudprodukte uns Nutzern nur noch kostenpflichtig anzubieten.

Google und Amazon sind Gelddruckmaschinen, insbesondere die Zeit der weltweiten Pandemie kommt den Internetkonzernen zusätzlich zugute. Aber nicht jede Abteilung läuft gut und muss deshalb durch andere querfinanziert werden. Google und Amazon sind auch in der Cloud seit einigen Jahren zugegen. Amazon allerdings erfolgreich und Google suchte lange Zeit nach den richtigen Ideen.

Während AWS für Amazon der Profitbringer ist und im letzten Quartal für einen Gewinn von 3,56 Milliarden Dollar sorgte, musste Google mit seinen Cloud-Produkten in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres einen Verlust von rund 1,2 Milliarden Dollar ausgleichen. Für ganz 2020 sogar über 5 Milliarden Dollar. Aus mehreren Gründen konnte Googles Cloud-Business für Privatkunden nicht für Gewinne sorgen, was sich ändert.

Google One soll Nutzer zu Kunden umwandeln können

Auch wir berichteten in den vergangenen Monaten schon häufiger darüber, wie Google diverse Kostenlosprodukte langfristig umwandelt und Privatnutzer zu Privatkunden werden lassen möchte. Google Fotos ist auf nahezu allen Android-Smartphones vorinstalliert und bot die Cloudsicherung bis zu einem gewissen Maße kostenlos an. Während Google die Kosten nach und nach steigerte, sind notwendige Einnahmen ausgeblieben.

Google One soll für Privatkunden das All-in-Paket werden, das Speicher in der Cloud bietet, einige zusätzliche Funktionen für beliebte Apps freischaltet und Zusatzprodukte wie einen VPN bietet. Google Fotos ist eine populäre App, die strenger an Google One gebunden wird. Demnächst gibt es für die meisten Nutzer keine kostenlose Sicherung der Fotos mehr, sie brauchen dann ein kostenpflichtiges Abonnement. Die beachtlichen Verluste dürften Googles Vorhaben nur weiter antreiben.

Das letzte halbe Jahr für Gratis-Speicher bei Google Fotos

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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6 Kommentare

  1. Verrückt, da liest man auf der einen Seite, dass Speicherplatz in der Herstellung immer günstiger wird, na gut die Stromkosten darf man nicht außer acht lassen, aber auch die Rechenprozesse werden immer energieeffizienter und TROTZDEM werden viele anfängliche unbegrenzte Cloud-Speicherpläne (Amazon Cloud, Google photos) nach und nach abgeschafft. Wobei ich nicht verstehe, wie mir 100 GB oder 1TB auf lange Sicht (nicht mal 2 Jahre) reichen sollen, wenn ein 1-minütiges 4k60fps Video schon 400 MB belegt. Und dieser Speicherplatz ist dann für die nächsten Jahre belegt. Dazu kommen noch meine Dokumente und Mails von der Uni, und die unzähligen Präsentationen durch Homeschooling, das ist doch echt nicht zeitgemäß für 2021 keine (bezahlbare) unlimitierte Cloud anzubieten. Das nenne ich mal einen Rückschritt. Bleibt nur zu hoffen, dass längerfristig solche unbegrenzten Angebote wieder zurückkommen.

    1. Ich muss sagen, dass Google Drive aktuell 1,99€ für 100GB Speicherplatz kostet die nächst größere Version kostet 2,99€ und das sind 200GB. Danach kommen die 2TB für 9,99€. Danach gibt es noch 10, 20 und 30tb Speicherplatz. Und mit den Jahren wird Google auch günstiger werden. Die Preise aktuell finde ich in Ordnung. Vollkommen in Ordnung. Ich zum Beispiel alleine für Google Fotos 40GB Speicherplatz. Und ich nutze es seit Jahren. Dazu kommt noch, dass ich mehr als lange für Google Drive Geld ausgeben. Es ist halt so, dass die Fotos auch jetzt auf maximal 16 MP runterskaliert werden, wenn man kein abbo hat. Bei Videos ist dies genauso. Da ich aber schon immer mehr als 16 MP hatte war dies echt schrecklich. Jetzt habe ich eine 108MP Kamera (Xiaomi MI 10T Pro). Ich möchte meine Bilder einfach in voller Auflösung Speicher. Das muss nicht bei jedem so sein und Google könnte auch noch weitere Optionen anbieten. Meinem Bruder sind die 200GB auch zu wenig. Und schön wäre es wenn er 500GB haben könnte, dass würde ihm reichen. Oder eben einen anderen Zwischenschritt zu den 2TB aber das gibt es nunmal nicht. Trotzdem reichen die 2TB dicke aus. Und ansonsten sollt man so wie so bei extrem häufiger Nutzung von Fotos und Videos diese nicht in der Cloud sichern sondern auf einer externen Festplatte. Alles andere ist sonst Schwachsinn. Fotos gehen vielleicht noch. Aber Videobearbeitung. Beiden Mengen die man dort benötigt. Unvorstellbar dies über einen Cloud Dienst zu machen.

      Fazit. Ich finde es in Ordnung was Google macht. Dies ist sinnvoll und lässt die Leute ihre Fotos und Videos mehr schätzen. Apropos die 15 GB kostenloser Speicher reichen dir aus? Mehr war ja für alles andere nie kostenlos m

      1. Sorry für die Rechtschreibfehler.

        Man sollte auch seine Daten sortieren und was nicht mehr benötigt wird sollte gelöscht werden. Das ist super und schont die Umwelt.

  2. Danke für die sachlichen und richtigen Informationen.
    Dem kann ich nur beipflichten als Rechnungszahler und Rechnungszähler.
    Ich nutze Google und bezahle das gern weil’s mir was bringt.
    Auch die Hardware ist für mich gut und gut für meine Arbeit.
    Die Nutzer fahren teils die dicksten Auto und haben Geld für die Urlaube.
    Und Deutschland kann man Kurt Tucholsky zitieren.
    Wenn Mann Urlaub macht, sollte man fragen, ob schon welche von uns da waren.
    Sobald ein Dienst was kostet wird’s interessant.
    Und man muss noch um Mindestlohn Betteln.

  3. Berücksichtigt bitte mal, dass Google eine mittelgroße Festplatte alleine für jeden von euch rund ums Jahr laufen hat, und eine zweite fürs Backup dazu. Dass das inklusive Immobilien, Strom und Personal dreistellig pro Jahr kostet, dürfte klar sein. Von daher war es eigentlich früher schon ein Märchen aus dem Himmelreich, dass man unbegrenzten Foto- und Video Speicherplatz hätte haben können. Das war zu schön um wahr zu sein, habe ich immer schon gedacht.

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