Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, als die ersten Messenger (Chat-Apps) noch relativ offen waren. Das galt einerseits für die Sicherheit, andererseits für Drittanbieter-Anwendungen. Damals war es kein Problem, die beliebtesten Dienste in einer einzigen App zu vereinen. Da hatte man in Trillian noch ICQ, Live Messenger, Google Talk und Co. gemeinsam nutzen können.

Heute ist das nur noch bedingt möglich, die meisten modernen Messenger verschließen sich nach außen. Sicherlich auch ein Nachteil, weil die Messenger verschlüsselt und damit sicher sein wollen. Aber auch, weil heute jeder gerne seine eigenen Brötchen bäckt. Instagram DMs, Messenger, Twitter DMs, WhatsApp, Telegram und iMessage in einer gemeinsamen App? UNDENKBAR.

Es gibt Lösungen wie Franz 5, aber auch nur eingeschränkt bzw. nicht für alle Plattformen.

All-in-One heute oft nur noch rudimentär möglich

All-in-One-Lösungen sind längst nicht ausgestorben, zeigen Smart-TV-Plattformen wie Google TV. Wobei auch bei dieser Software stets nur ein Teil nach außen getragen wird, die Inhalte selbst sind nur direkt in den jeweiligen Apps der Videodienste verfügbar. All-in-One sehen wir auch bei Google Pay, das in Zukunft die Anlaufstelle für unseren gesamten Zahlungsverkehr sein möchte.

Manchmal wünsche ich mir schon, dass ich nur eine einzige App öffnen muss, in der ich meine Chats aller Dienste finde. Immerhin verfolgt Facebook einen Ansatz in diese Richtung, in dem die Chatfunktionen von Facebook, Instagram und WhatsApp interoperabel miteinander werden. Ein bei den Unternehmen unpopulärer Punkt, den auch die EU-Politik fordert.

Ich hätte gerne ein paar weniger Apps, in denen ich dafür mehrere Dienste zusammenfassen kann. Mich nervt dieser ständige Wechsel zwischen den unterschiedlichen Anwendungen, weil man für Messaging, Streaming und ähnliche Anwendungsgebiete heutzutage oftmals mehrere Dienste nutzt.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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14 Kommentare

  1. Wieso Messenger?

    Ein Brief funktioniert immer, braucht weder App noch Smartphone noch PC und ist allen technisch Zugänglich, sofern der Schreiber noch weiss, wie man von Hand schreibt und der Empfänger noch des Lesens mächtig ist. Also nichts für Generation Sprachnachricht und Smiley-Klicker. Alle anderen können seit heute aber sogar das Briefporto als Zifferncode kaufen und brauchen damit noch nicht einmal mehr eine Briefmarke. Also ran an die Feder und drauf losgeschrieben!

      1. Was ein Kommentar! Drei Buchstaben hingerotzt, der Interpretationsspielraum ist groß, der dahinter stehende Intellekt klein, für mehr hat es nicht gereicht. Bei so einem geringen Horizont braucht es weder App noch Tintenfüller und Papier, Hauptsache die vegetativen Grundfunktionen werden aufrecht erhalten, nicht wahr?

        1. Sowas arrogantes und realitätsfremdes zu lesen löst einen mittelschweren Brechreiz aus. Entweder ist das ein klassischer Fall von Trollkultur, dahingehend meinen Glückwunsch, oder aber kannst du dich gepflegt mit deinem hohen Intellekt irgendwo einschließen und damit den der Welt einen Gefallen tun.

        2. Nun ja, um es wenigstens kurz zu sagen: Der Anteil an Messenger-Nachrichten, der sich durch Briefe oder Postkarten ersetzen ließe, ist letztlich doch eher gering. Wenn ich beim Einkaufen meine Partnerin finden will, oder jemanden benachrichtigen, dass ich zu spät komme, aber schon unterwegs bin, nützt mir ein Briefkasten herzlich wenig. Intellekt im übrigen auch nicht. Da braucht’s dann doch mindestens das neumodische Mobiltelefon.

    1. Briefmarken kaufe ich schon seit Ewigkeiten per Handy (Zahlencode). Aber ich bin froh, wenn ich das nicht tun muss, sondern mit viel weniger Aufwand digital kommunizieren kann.

  2. Da ich noch NIE Fan von Mehrfach-in-Einem-Lösungen war, Nein! ;)
    Ich könnte aber auch gut und gerne komplett auf Messenger verzichten. Ein kurzes Telefonat ist erheblich effizienter.

    1. Ist ja auch immer unabhängig der Situation. Ich habe so oft, dass ich eine Antwort irgendwann demnächst und nicht sofort brauche, da habe ich keine Lust jemand anzurufen. Wobei es umgekehrt noch schlimmer ist, ein Anruf ist auch immer ein Zwang.

  3. Bitte ja, und ohne diese nervigen Audio Schnipsel die ich nie anhöre weil sie durch die Masse an Füllwörter kaum zu irgendeinem Austausch von Inhalten dienen. Mir würde es auch reichen rein in Text Form ohne emojis oder Gifs zu kommunizieren. Das ist aber alles undenkbar geworden und ich wohl einfach alt… Wenn man sich trotz 5 Messenger Apps alt fühlen kann.

  4. Ich nutze seit 15 Jahren Trillian und führe darüber auch die Facebook Konversation. Zeitgleich nutzbar auf Handy, PC, Tablet, Web.
    Nichts anderes und ich bekomme nicht ständig Katzenvideos.

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