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Huawei-Smartphones könnten Schnäppchen werden – kaufen oder sein lassen?

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Huawei P30 Pro Test Header Kamera

Für Huawei sieht es in einigen Bereichen jetzt nach dem Anfang vom Ende aus, die erzwungene Abspaltung von der amerikanischen Wirtschaft und von amerikanischen Unternehmen scheint extrem schwerwiegende Folgen zu haben. Obwohl für längst kaufbare Smartphones keine großen Auswirkungen zu erwarten sind, wird in einigen Ländern bereits mit einem Verkaufsstopp reagiert. In diversen Märkten könnte das zu einem krassen Wertverlust der Geräte führen.

Panik bei Käufern aktueller Geräte ist meines Erachtens aber unangebracht. Die meisten Huawei-Smartphones würden ohnehin kein Update auf Android Q erhalten und für die teuren Geräte ist die Frage weiterhin offen, ob dieses Update noch kommt oder eben nicht. Auf jeden Fall sind Sicherheitsupdates für die nähere Zukunft gesichert, das haben Google und Huawei entsprechend kommuniziert.

Gekaufte Geräte braucht ihr nicht zurückzugeben

Es gibt (fast) keinen Grund darüber nachzudenken, das gekaufte Huawei-Smartphone (oder Honor) zurückzugeben. Aber was machen wir, wenn erhältliche Geräte demnächst stark im Preis fallen und deshalb noch attraktiver werden? Kaufen. Selbst ein neues Gerät mit Android 9 Pie ist mal locker zwei Jahre so aktuell, dass alles funktionieren wird. Keiner ist wirklich kurzfristig auf das angewiesen, was Google mit neuen Android-Versionen an den Start bringt.

Zumal Huawei auf die Software der eigenen Geräte mit seiner EMUI viel Einfluss hat. Wenn man den Android-Unterbau  vielleicht nicht mehr direkt so anfassen darf, wie was bislang der Fall war, werden Neuerungen eben über die hauseigene EMUI eingespielt. Schon seit Jahren implementieren die Hersteller über die eigene Software diverse Funktionen, die Google manchmal später selbst nachbaut.

Auswirkungen für Kunden bislang überschaubar

Noch ist in Deutschland alles ruhig, der Verkauf läuft weiter wie gewohnt und die Preise sind in den ersten Tagen stabil geblieben. Auswirkungen gab es aber schon, neben den ersten ausländischen Händlern und Providern, die zum Beispiel die P30-Serie nicht mehr verkaufen, gab es auf dem Event zum Honor 20 keine Testgeräte und der Marktstart kommt verhältnismäßig „spät“.

Wir dürfen bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass der Bann von Huawei nicht mal von langer Dauer sein muss. Bislang steht eine klare Position der chinesischen Regierung aus, der Hersteller selbst verhandelt mit den USA. Abwarten und Tee trinken, wir als Kunden müssen nicht in Panik verfallen. Partner von Huawei tun das auch nur, weil sie selbst Problemen mit der Regierung aus dem Weg gehen möchten.

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