Google will zukünftig alle Nutzer mit Google-Konto gleich behandeln. Damit lässt man aber eine Chance liegen, die Pixel-Handys zu verbessern.

In den letzten Tagen ist das Thema größer geworden, denn Google nimmt einen Teil der kostenlosen Funktionen von Google Fotos nahezu allen Nutzern weg. Schlussendlich hat sich herausgestellt, dass man sogar zukünftigen Pixel-Smartphones nicht mehr anbieten will, dass Fotos in komprimierter Qualität unbegrenzt in der Google-Cloud gespeichert werden können.

Google bietet indes bezahlbaren Speicher an, über Google One gibt es 100 GB für nur 1,99 Euro je Monat. Feine Sache, ich bin selbst Abonnent. Und es ist durchaus verständlich, dass Google nicht mehr absolut allen Android-Nutzern den unbegrenzten Fotospeicher bieten kann, weil im Hintergrund dafür enorme Kosten entstehen. Dennoch habe ich ein wenig Kritik übrig, weil eine Chance liegen bleibt.

Google muss Argumente für Pixel-Smartphones schaffen und nicht streichen

Aufgrund der relativ ähnlichen Hardware versuchen die Smartphone-Hersteller immer mehr mit guter Software zu punkten. Lange Zeit war die Smartphone-Software den Herstellern nicht so wichtig, doch praktische Funktionen, eine verlängerte Update-Versorgung und ähnliche Faktoren haben spürbar an Wichtigkeit gewonnen.

Warum also entledigt sich Google ausgerechnet den besten Argumenten, die man für die Pixel-Smartphones in Zukunft hätte bieten können? Tatsächlich wäre in meinen Augen sogar notwendig gewesen, den kostenlosen Speicher (derzeit 15 GB) exklusiv für Pixel-Käufer auf ein anderes Level aufzustocken. 50 GB?

Keine Vorteile für Pixel-Käufer

Stattdessen dreht Google in die andere Richtung ab. Auch für neue Pixel-Smartphones gilt ab dem 1. Juni 2021, dass grundsätzlich jedes Foto dem Speicherkontingent des jeweiligen Google-Kontos angerechnet wird. Der kostenlose Grundspeicher bleibt bei 15 GB stehen, das gilt für jedes Google-Konto unabhängig der gekauften Hardware.

Oder anders gesagt: Google behandelt die eigenen Pixel-Käufer nicht besser als Käufer anderer Android-Smartphones. Das klingt auf jeden Fall fair. Doch zugleich lässt Google damit die Möglichkeit liegen, exklusive Cloud-Vorteile den potenziellen Käufern der Pixel-Geräte bieten zu können.

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Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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1 Kommentar

  1. Naja, ich bin seit 2012 bei Android. Ich war Top Contributor in den Google Foren für Android, später & von Begin an Pixel, daneben Chrome und chromeOS. Ich fand das immer toll, dass der Nutzer hier sehr viel gratis bekommt. Grade via chromeOS war das unglaublich. Deine gesammte Textverarbeitung (Google Docs, Sheets, Slides, Drawings etc.) verbraucht(e) keinerlei Speicherplatz.

    Aber das ist nicht gewinnbringend und kann nicht ewig so weitergehen. Hier nicht irgendwann Gewinn zu erwirtschaften wäre dumm. Von daher verstehe ich die aktuellen Maßnahmen nur zu gut. Außerdem beitet Google immer noch den größten Gratis-Speicher mit 15 GB an (Dropbox 2 GB, Apple 5 GB, Amazon 5 GB).

    Was ein Pixel-Vorteil ist, schon immer, Vanilla-Android. Mit der Rückkehr in das Preissegment eines Nexus-Gerätes (Mittelklasse, evtl. obere), lässt sich mit dem Verkauf der Geräte selbst auch nur wenig Gewinn einholen. Daher muss das nun in den Anderen Services geschehen.

    Android- & Google-Services-Nutzer sind nur lange Zeit verwöhnt worden.

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