Google baut einen eigenen Messenger auf RCS-Basis für Mobilgeräte, der jetzt wohl auch weitere Vorteile der bekannten Messenger-Apps integriert bekommt.

Für den in Messages integrierten RCS-Messenger von Google, der einfach nur Chat heißt, gab es in den letzten Monaten stets reichlich Kritik. Im Vergleich mit etablierten Messenger-Apps fehlt nämlich eine Funktion bislang, denn die Nachrichten sind nicht verschlüsselt. Leider ist das eine der simplen Dinge der alten SMS, die auch noch mit dabei sind. Zumindest bisher jedenfalls, denn der Quellcode der Android-App verrät spannende Verbesserungen für zukünftige Nachrichten.

Messages bald verschlüsselt

Um es kurz zu machen: Im Quellcode der aktuellen Messages-App verraten einige Textbausteine ganz eindeutig, dass Google das verwendete RCS-System verschlüsseln möchte. „End-to-End Encrypted Rich Communication Service message“, steht unter anderem Quellcode von Version 6.2. Bei der Verschlüsselung sind aber Besonderheiten zu beachten. Denn das Versenden verschlüsselter Nachrichten soll nur bei „guter Internetverbindung“ funktionieren.

Kann eine Nachricht nicht verschlüsselt als RCS versendet werden, kommen SMS/MMS als Option zum Einsatz. Ist das der Fall, verrät uns das die App mit einer Meldung im Vorfeld. Dazu steht im Quellcode: „Warten Sie zum Senden mit End-to-End-Verschlüsselung auf eine verbesserte Datenverbindung oder senden Sie Nachrichten jetzt als SMS / MMS.“

Wäre nur schön konfigurieren zu können, dass die Messages-App vielleicht auf eine bessere Internetverbindung wartet und erst dann die Nachrichten eben doch verschlüsselt versendet.

SMS bleibt stets eine Option

Google kann die Verschlüsselung jetzt wohl doch integrieren, weil man RCS auf Android-Handys inzwischen ohne direktes Engagement der Netzbetreiber umsetzt. Scheint letztlich eine gute Entscheidung gewesen zu sein.

In letzter Zeit wurde Chat in weiteren europäischen Ländern eingeführt, Deutschland gehörte dazu bislang leider noch nicht. Von seiner Basis her ist Chat mit iMessage zu vergleichen und zukünftig auf allen Android-Handys mit Google-Diensten ab Werk nutzbar.

9to5Google

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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2 Kommentare

  1. Sorry, aber diese Nachricht macht Google wie auch alle anderen US Dienste nicht sicherer. Zugegeben: in der privaten Nutzung wird es (vor allem der Z Genration) egal sein, aber warum scheinbar auch EU Institutionen auf US Software setzen, zeigt wie weit hinten wir gegenüber der USA sind. Oder kann sich wer vorstellen, dass Trump mit dem Grape Messenger chattet? Schön wärs. Die US Politik hält zu ihren Babies aus patriotischen, nicht aus qualitativen Gründen.

    1. Ob ich in einem Netzwerk hänge und meine Nachrichten verschlüsselt sind oder nicht, macht schon einen großen Unterschied für mich als Nutzer.

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