Folge uns

Android

Motorola Moto G7 getestet: Der kinG der Mittelklasse?

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Motorola Moto G7 Test

In den vergangenen Wochen hatten wir das neue Motorola Moto G7 bei uns im Test, die goldene Mittelklasse der neuen G-Serie konnte in vielen Aspekten überzeugen. Wir müssen aber gleich zum Einstieg wiedermal Kritik loswerden, denn die inzwischen vier Modelle des Moto G7 sorgen für reichlich Durcheinander. Ich hatte nun schon öfter mitbekommen, dass der unerfahrene Käufer da nicht mehr durchblickt.

Ich hatte nun also das Moto G7 zu Gast, die goldene Mitte. Kein Play, kein Power und auch nicht das Plus-Modell, sondern das einfache Moto G7 mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher. Gepaart mit dem Snapdragon 632 eine interessante Mischung, welche zum Marktstart für nur 249 Euro erhältlich ist. Für 50 Euro weniger gibt es das Redmi Note 7 von Xiaomi, doch ich würde eher zum Smartphone der Lenovo-Tochter greifen.

Ein pures Android-Erlebnis für jeden Tag

In der alltäglichen Nutzung bietet das Moto G7 eine sehr ausgewogene Leistung. Apps starten schnell und lassen sich weitestgehend flüssig bedienen. Ich empfinde das Moto G7 sogar flotter als das Redmi Note 7 (Snapdragon 660), wenn auch nur sehr marginal. Mir gefällt zudem das saubere Android, das schon fast an die Pixel-Smartphones von Google erinnert. Leider ist in der jüngeren Vergangenheit die Update-Politik von Motorola zurecht in der Kritik gewesen. Wir rechnen maximal mit Android Q.

Motorola bietet zusätzliche Funktionen an, dazu gehört eine recht gut funktionierende Gestensteuerung als Ersatz für die Navigation Bar. Ein „Always on Display“ informiert auch im Standby über das Display über neue Benachrichtigungen, wodurch eine LED überflüssig wird. Ist alles ganz nett und logisch, Motorola packt da nicht so viel Extras rein und das überzeugt mich.

Obwohl das Display scharf und lebendig wirkt, fehlt es an sonnigen Tagen an Helligkeit. Der ein oder andere Kollege sagt, das Moto G6 hätte heller gestrahlt. Zudem ist das Display mit seiner Diagonale von 6,2″ recht groß und die Displayränder sind dick, sodass das Moto G7 insgesamt nicht sonderlich kompakt in meiner Hand liegt. Dafür aber hochwertig. Die stark abgerundete Rückseite macht das Moto-Handy zum Handschmeichler.

Motorola Moto G7 Test

Motorola Moto G7 Test

An der Rückseite ist ein Fingerabdrucksensor verbaut, der im Batwing-Logo sitzt. Motorola hat ein flottes Modul integriert, das eine meines Erachtens niedrige Fehlerquote bietet. An der Unterseite ist ein USB-C-Anschluss mit Schnellladen bei maximal 15 Watt, der dort ebenfalls platzierte Lautsprecher hat keinerlei Bass aber kann zumindest sehr laut sein.

Langlebiger Akku, unnötige Dual-Kamera

Über einen Tag hält der verbaute Akku (3000 mAh) bei mir durch, der im Alltag nur relativ einfache Apps berechnen muss. Ich bin kein Spieler. Lasst euch aber gesagt sein: Mobil zocken geht auch. Der nicht mehr ganz taufrische Snapdragon 632 ist schnell genug, selbst Asphalt 9 lässt sich mit entsprechend konfigurierter Grafik vernünftig spielen. Apropos vernünftig, das trifft auch auf die neue Dual-Kamera des Moto G7 zu.

Wobei ich in Frage stelle, ob eine Dual-Kamera nötig ist. Vom zweiten Sensor ist nämlich gar nicht so viel zu erwarten. Ausreichend ist die einzelne 12 MP Hauptkamera (F/1.8 Blende), die bei gutem Licht entsprechend brauchbares Material liefert. Sobald es dämmert, der Tag grau und dunkel ist, sehen die Fotos sehr schnell sehr farblos aus und die Details verwaschen zum Teil stark.

Wenn es der Kamera an Licht fehlt

Selfie (Frontkamera)

Portraitmodus (Frontkamera)

Fazit: (Fast) kompromisslos

Motorola hat mit dem Moto G vor vielen Jahren die Android-Mittelklasse definiert und will heute unbedingt weiterhin alle Arten von Kunden bedienen. Dafür braucht es meines Erachtens gar nicht viele Modelle, denn das Moto G7 ist bereits ein sehr ausgewogenes Gesamtpaket. Inzwischen sind die Geräte mit sehr viel Display ausgestattet, NFC ist für mobiles Bezahlen an Bord, die Gehäuse sehen hübsch aus und bieten eine gute Haptik. Genügend Power, Speicher und Akku runden das Paket ab.

Schon für den Einstiegspreis von 249 Euro kann ich das Moto G7 empfehlen, ein früher Preisverfall käme uns nur noch mehr entgegen. Sollte es noch offene Fragen geben, dann gerne ab damit in die Kommentare!

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    shaDN

    30. März 2019 at 14:17

    Konntest du auch schon das Plus testen? Wie ich es sehe sind die Specs nur marginal unterschiedlich.
    Ich suche ein Nachfolger für mein G5 mit dem ich relative zufrieden war. Allerdings lässt die Akku-Power deutlich nach. Zudem war die Kamera teilweise grausam schlecht.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      30. März 2019 at 14:33

      Ich wollte das erst nicht aber glaube wegen der Kamera würde ich das doch mal probieren wollen.

  2. Avatar

    shaDN

    4. April 2019 at 14:23

    Ich hab mir das Plus jetzt gegönnt. Find ich richtig klasse. Akku hält gefühlt ewig (doppelt so lange wie mein 1 Jahr altes g5)… wie lange dann wohl das Power durchhält…

    Kamera ist top (gut das G5 war da auch grottig), gibt vernünftigen GCam Port (für Nachtmodi). Es ist gefühlt sehr schnell und unglaublich wenig bloatware vorinstalliert (bzw. sind viele Apps nicht als Systemapp installiert und daher ohne root deinstallierbar)…

    Achja das wichtigste für mich: DualSIM, damit ich nicht 2 Handy mit mir rumschleppen muss

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      5. April 2019 at 07:35

      Ich empfehle das normale G und Plus-Modell inzwischen sogar blind und fahre damit echt gut. Denke auch, dass man ein sehr gutes Gesamtpaket für gute Preise bekommt und keine Probleme mit Android Auto, Bluetooth und anderen Kram hat, wie es bei manch anderen Geräten immer wieder der Fall ist.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Beliebt