Nach zahlreichen Leaks hat Lenovo ein neues Smartphone offiziell gemacht, das man in eine bekannte und traditionsreiche Marke quetscht. Lenovo hat sich für ein ThinkPad-Handy entschieden, das als „ThinkPhone by Motorola“ startet. Es hat mehrere Besonderheiten zu bieten.

Lenovo macht ThinkPad-Smartphone offiziell

„Das ThinkPhone von Motorola ist der perfekte Begleiter für das ThinkPad und vereint PC- und mobile Erfahrungen zur Steigerung der Produktivität. Als Mitglied des Think-Ökosystems ist ThinkPhone eine einzigartige Kombination aus Hardware, die extremen Bedingungen standhält, fortschrittlichen Sicherheitslösungen und Fernverwaltungsoptionen, unterstützt durch die unübertroffene ThinkShield for Mobile Platform, und 4 Jahre Sicherheitsupdates, um Ihr Smartphone immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Bleiben Sie neuen Bedrohungen immer einen Schritt voraus. Mit 5G-Konnektivität und dem neuen Wi-Fi 6E-Standard bietet ThinkPhone die schnellsten Internetgeschwindigkeiten, die Sie finden werden. Das erstklassige, robuste Design des ThinkPhone verwendet die besten Materialien: Aramid, Aluminiumrahmen und Gorilla Glass Victus.“

Lenovo-Motorola-ThinkPhone-2023

Leaks enthüllten viele Details vorher

Schon seit geraumer Zeit, genauer seit 2014, gehört Motorola zum chinesischen Technik-Konzern Lenovo. Beide sind in der Sparte der mobilen Technik aktiv, Motorola allerdings eher bei Smartphones, Lenovo bei (tragbaren) Computern wie Tablets und Laptops.

Fast schon synonym für Notebooks im Allgemeinen zu verwenden ist dabei Lenovos legendäre „ThinkPad“-Serie, die für besonders robuste, vielleicht etwas klobige aber dafür vielseitige und gut zu reparierende Laptops steht. Besonders in der Linux-/Hacker-Szene sind die Teile daher sehr beliebt.

Wie viel ThinkPad steckt im ThinkPhone?

Ob all diese Eigenschaften auch auf das Motorola ThinkPhone zutreffen, bleibt abzuwarten. Zumindest Name und Design leiht sich das Oberklasse-Smartphone bei dem Vorbild, wie neue, offiziell wirkende Bilder durch einen Leak bestätigen. Auch einen Blick auf die technischen Daten können wir euch schon geben:

  • 6,6 Zoll POLED-Display, 2.400 x 1.800 Pixel, 144 Hertz, HDR10+
  • Qualcomm Snapdragon 8+ Gen 1
  • 8/12 GB RAM, 128/256/512 GB Speicher
  • 50 MP + 13 MP (Ultraweitwinkel) + 2 MP (Tiefe), 32 MP (Selfie)
  • 5.000 mAh Akku, 68 Watt (USB-C), 15 Watt (kabellos)
  • IP68, Android 13

Unklar ist derweil, wie teuer das Motorola ThinkPhone werden soll oder wann es eigentlich vorgestellt wird. Plausibel klingt, dass Motorola bzw. Lenovo das ThinkPhone im Rahmen der CES im Januar 2023 enthüllt.

Ich frage mich allerdings noch, an wen sich das ThinkPhone eigentlich genau richtet. Am ehesten will Motorola vermutlich ThinkPad-Besitzer für das Smartphone begeistern, immerhin stehen diverse (noch unbekannte) Funktionen für ein besonderes Zusammenspiel der Gerätschaften in Aussicht. Doch auch abseits dessen könnte es für sich genommen ein spannendes Smartphone werden, obwohl ich nicht ganz verstehe, warum mit dem Qualcomm Snapdragon 8+ Gen 1 ein halbes Jahr alter SoC anstelle des Nachfolgers Gen 2 verbaut wurde.

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4 Kommentare

  1. klingt erst Mal interessant. bin Mal auf den Preis gespannt der sich sicherlich bei 1000€ ansiedeln wird. Dann könnte ich mir vorstellen das es sich in Verbindung mit einem Monitor auch als PC Ersatz nutzen lässt. Gibt’s ja auch schon bei Motorola wird also ziemlich sicher dabei sein…. den obligatorischen Cradl hat Motorola ja schon durchsickern lassen….

    1. Da Motorola, trotz guter Hardware, auf dem Smartphonemarkt nicht gerade glänzt, kann man nur hoffen dass ein Wechsel in der Vermarktungsstrategie das gewünschte Ergebnis bringt. Ich habe nie verstanden warum Lenovo an der Marke Motorola festhalten will. Jeder weiß doch dass der Name Motorola herum gereicht wurde wie ein Wanderpokal und nunmehr eine rein chinesische Marke ist. Viele (nicht Tech interessierte) wissen aber mM nach nicht dass Lenovo dahinter steckt, also liegt es nahe mehr Geräte mit Lenovobezug zu bringen. immerhin ist die Marke Lenovo vielen als „gute“ Marke für Laptops bereits bekannt.

      was Lenovo darüber hinaus unbedingt leisten muss ist eine Update-Garantie. Die bricht Motorola seit Jahren den Umsatz. die Geräte können noch so toll sein, aber wenn nach maximal 2 Jahren keine Updates oder Security Patches mehr kommen, werden Kunden kein weiteres Motorola mehr kaufen. Samsung bringt selbst bei kleinen Geräten 5 Jahre, Apple Teilweise sogar darüber hinaus. Google zumindest 5 Jahre Security Updates. Warum sollte man da also zu Motorola wechseln. Es gibt keinen Grund.

      Ob und wie eine Computeranbindung umgesetzt wird bleibt spannend. Samsung hat sein DEX, es müsste also mindestens gleichwertig dazu sein.

  2. Wenn das ThinkPhone den selben Herstellungs Standard in Robustheit und Langlebigkeit hat wie das ThinkPad dann schau ich es mir gerne an. Gibt ja so einige beeindruckende Stories über ThinkPads was die so aus halten…

    1. Naja, die letzte Thinkpad Serie die sich mit vielen der etablierten und für den Ruf der Thinkpad-Reihe verantwortlichen Features schmücken durfte war die 2014er Modellreihe. Seitdem wurde der Thinkpad-Standard dem alles beherrschenden Uktrabook-Standard rigoros untergeordnet so dass man inzwischen bei wenig robusten und sehr reduziert (verlötete Bauteile) wartbaren Geräten mit wesentlich schlechterer Tastatur angekommen ist. Einzig der „rote Knubbel“ sprich der Trackpoint ist geblieben. Gute Notebooks und vielfach besser als die Konkurrenz im allgemeinen Sinn sind Thinkpads dennoch.

      Das Think-Phone ist ein „nettes Gimmik“ mit guter Ausstattung sicherlich nicht nur für Fans der Marke. Ob es gut ankommt werden die Verarbeitung und Softwarequalität sowie schlussendlich natürlich auch der Preis ausmachen. Ich bin jedenfalls mal sehr gespannt.

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