Für Menschen, die ihren Serien-Konsum nicht so ganz unter Kontrolle haben, bastelt Netflix derzeit offenbar an einem neuen Feature: Einem Sleep Timer.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich schlummer ganz gerne mit ein bisschen Berieselung nebenbei ein. Jaja, ich weiß, das mit dem blauen Licht ist gerade abends nicht wirklich förderlich für die Müdigkeit und am Tag sammelt sich bei mir berufsbedingt schon genügend Bildschirmzeit an, aber was will man machen. Die Seriensucht ist stark in mir.

Wie früher: Netflix testet TV-Kanal mit Filmen und Serien nach Zeitplan

Netflix stoppt bereits von selbst nach einiger Zeit

Für genau solche Leute wie mich bereitet Netflix offenbar ein Feature vor. Zwar stoppt Netflix schon jetzt die Wiedergabe irgendwann automatisch, wenn man keine Eingaben tätigt und die Frage „Schauen Sie noch …?“ nicht beantwortet, ein Sleep Timer könnte den Prozess aber noch beschleunigen.

Hinweise auf so eine Zeitabschaltung haben die Kollegen von den XDA-Developers in der aktuellen APK von Netflix 7.82.1  entdeckt, konkret geht es um folgende Zeile im Code:

<string name="sleep_timer_button">Timer</string>

Sleep Timer bei Netflix: Nicht mehr Hinweise als eine Codezeile

Weitere Ressourcen wie Layouts oder Bilder, mit denen ein solcher Button ausgestattet sein könnte, haben sie zwar noch nicht gefunden, aber das ist immerhin besser als nichts. Auch könnte ein Sleep Timer dabei unterstützen, die Zeit nicht völlig aus den Augen zu verlieren und nach einer gewissen Dauer von selbst eine Sendepause einzulegen, anstatt sich noch eine (und noch eine und noch eine) Folge reinzufahren.

Preis: Kostenlos+

Was völlig an mir vorbeiging: Netflix arbeitet offenbar ebenfalls an einem Audio-only-Modus, bei dem du aus deinen Serien und Filmen ein Hörspiel machst. Ähnlich wie bei YouTube (mit aktivem Premium-Abonnement) wird die Wiedergabe bei gesperrtem Bildschirm nicht mehr beendet.

Könntet ihr einen Sleep Timer in Netflix gebrauchen – oder habt ihr euer Leben im Griff? 

In einem sogenannten Teardown passiert eine Analyse des Quellcodes einer aktuellen App-Version. Dabei tauchen häufig Textbausteine und andere Hinweise neuer Funktionen bereits frühzeitig auf. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich allerdings selten sagen, wann und ob die entdeckten Neuerungen für die Nutzer tatsächlich bereitgestellt werden.

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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