Netflix war an werbefinanzierten Konten erst nicht so sehr interessiert, doch die derzeitige Krise beschleunigt die noch jungen Pläne. Die Preise von Netflix haben sich immer mehr dazu entwickelt, dass sie bald selbst fürs günstige Abonnement im zweistelligen Bereich liegen. Das ist für ein einziges Abonnement noch okay. Aber wer aufgrund seines Konsums noch ein paar andere Abonnements laufen hat, würde sicherlich mit geringen Einzelkosten glücklicher sein.

Netflix will dank Werbung günstigeres Abonnement anbieten

Netflix hat dafür einen Plan, den andere schon umgesetzt haben. Werbung soll auf der Videoplattform eine größere Rolle spielen. Intern bereitet Netflix laut neusten Berichten der New York Times seine Mitarbeiter auf eine neue Zukunft vor. Dazu gehören zwei neue Preismodelle. Einerseits soll es wohl ein günstigeres Abonnement geben, das durch Werbung zusätzlich finanziert wird. Wobei derzeit noch unklar ist, welche Werbeformen hierfür zum Einsatz kommen.

„In der Notiz sagten Führungskräfte von Netflix, dass sie beabsichtigen, die Anzeigenstufe in den letzten drei Monaten des Jahres einzuführen, so zwei Personen, die Einzelheiten der Kommunikation preisgaben und unter der Bedingung der Anonymität sprachen, um interne Unternehmensdiskussionen zu beschreiben.“

Denkbar sind Werbebanner in den Apps. Aber auch Werbevideos vor neuen Inhalten oder zwischen den Folgen einer Serie. Werbeunterbrechungen während eines Videos halte ich allerdings für unwahrscheinlich. Ich muss euch ehrlich sagen, dass ich beim werbegestützten Abonnement sofort dabei bin, weil mein Netflix-Konsum für den Vollpreis gerade nicht mehr wirklich ausreichend ist.

Wer sein Netflix-Passwort teilt, muss dafür demnächst bezahlen

Oder wir werden je Nutzer günstiger, weil wir uns das Konto mit Freunden teilen. Password-Sharing soll von Netflix nämlich zukünftig abkassiert werden. Bis dato duldet man das Teilen von Konten noch still. Die im Titel erwähnten „optionalen“ Mehrkosten entstehen dann, wenn ihr euch ein Netflix-Abonnement mit einem anderen Hausstand teilt. Wie genau die Preisstruktur dafür aussehen könnte, ist noch nicht bekannt.

„In der Notiz heißt es auch, dass sie planen, etwa zur gleichen Zeit gegen die gemeinsame Nutzung von Passwörtern mit der Abonnentenbasis vorzugehen, sagten die Leute.“

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Ein anderer Hausstand ist schon gegeben, wenn ich, weil ich überwiegend bei meiner Freundin wohne (trotz eigener Wohnung) und dort Netflix mit meinem Account einrichte. Und dafür werde ich ganz bestimmt nicht noch zusätzlich löhnen.
    Wird lustig werden, wie man so etwas kontrollieren will.
    Das hat nichts mit Dulden zu tun, es ist schlicht aus dem genannten Grund nicht kontrollierbar. Trifft auf jeden Anbieter zu, der meint, ohne Grenzen abkassieren zu können.

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