Folge uns

Android

Nokia: Portierte Google Kamera macht viel bessere Fotos

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Nokia 7 Plus Hands-on Ersteindruck Test
Zeiss-Kamera wird erst durch fremde Kamera-App gut.

Der ein oder andere an Nokia-Smartphones interessierte Leser wird davon schon gehört haben, die portierte Google Kamera ist dem Original von Nokia tatsächlich überlegen. Heute hat mich ein Leser in den Kommentaren unter meinem ersten Bericht zum Nokia 7 Plus nochmals auf diesen Umstand hingewiesen, woraufhin ich direkt einen Testlauf startete. Und HOLY SHIT, die Kamera kann dank der portierten Kamera-App viel mehr aus den Gegebenheiten rausholen. Aber seht und lest selbst:

Das ist nun echt nicht übertrieben, gerade an einem eher grauen Tag fallen die Unterschiede sofort ins Auge. In den Details sieht man, dass die Google Kamera deutlich realistischer belichtet. Die Fotos wirken dadurch zwar insgesamt dunkler, helle Flächen bleichen aber weniger aus. Das führt direkt zum nächsten Punkt, denn insbesondere bei hellen Flächen bieten die Fotos der Google Kamera viel mehr sichtbare Details. Bei weißen Wänden deutlich zu erkennen, der Himmel ist überhaupt erst sichtbar. (Fotos in voller Qualität nach Klick)

Besonders krass ist dann noch das Rauschverhalten. Während auf dunkleren Fotos die Kamera-App von Nokia extrem verrauscht und das auch deutlich wahrnehmbar ist, tut das die Google Kamera im Vergleich fast gar nicht. Ich gehe sogar so weit, dass das Bild der Google Kamera gut ist, das der Nokia-App einer Kartoffelkamera gleicht.

Zudem hellt die Automatik der Nokia-App manchmal derart krass auf, dass das Bild nicht nur extrem künstlich und verfälscht wirkt, sondern sogar Bildfehler entstehen (siehe Puma-Logo auf meinem Shirt). Ähnliche Probleme monierte ich schon beim Nokia 8.

Nur selten hat die Nokia Kamera einen guten Moment. Im folgenden Beispiel wäre so einer, da ist das Plissee beim Foto der Google Kamera völlig überbelichtet. Andererseits rauscht die Nokia Kamera im Bereich der weißen Wand wieder viel mehr, die Struktur der Tapete wird matschig.

Genutzt habe ich den Port der Google Kamera (5.1.018 24 v3.6) von cstark27, die APK findet ihr zum Zeitpunkt des Artikels hier. Ein kompletter Umstieg ist einfach, nach der Installation einfach die vorinstallierte Kamera-App deaktivieren. Somit lässt sich die Google Kamera auch vom Lockscreen aus starten.

Randnotiz: Je nach Foto sind die Dateigrößen der Google Kamera deutlich geringer, was Uploads über das mobile Internet verbessert. Beide Apps habe ich mit automatischen Settings genutzt, „HDR an“ brachte bei der Nokia-Kamera keine Vorteile, die Google Kamera lief mit HDR+.

Einziger Nachteil: Nur die Nokia-App bietet die Tele-Zoom-Funktion, die portierte Google-App mit Tele-Funktion stürzt ab.

Kommentare

Beliebt