Samsung fällt in alte Muster zurück und wird von anderen Herstellern getrieben. Viele bekannte Marken bringen Unmengen an neuen Smartphones hervor.

Samsung konnte man viele Jahre vorwerfen, den Markt der Smartphones mit einer unübersichtlichen Flut an neuen Modellen vollzustopfen. Irgendwann wurde es dann besser. Auch weil Samsung eine klare Struktur in das eigene Portfolio einführte. Diese Struktur wurde zuletzt erneut etwas überarbeitet. Heute gibt es unterhalb von Galaxy Note und S die beliebte A-Serie und die Smartphones der M-Reihe. Klingt erst mal nachvollziehbar. Zumal die Geräte logisch gestaffelt sind. Höhere Zahl bedeutet höhere Ausstattung.

Samsung stellt die A-Serie sehr breit auf

Wäre da nicht das Problem, dass Samsung aktuell auch noch zusätzliche Sondermodelle pflegt. Es gibt also nicht mehr nur das Galaxy A10, A20, A30 und so weiter, sondern auch noch zwischendrin platzierte Modelle. Es gibt nämlich auch ein Galaxy A20e, ein Galaxy A30s und gerade flatterte die Pressemitteilung zu einem Galaxy A21s ein. Man staffelt nicht nur von 10 bis 90, sondern auch noch mit weiteren Varianten dieser Smartphones zwischendrin. Die teuersten Geräte werden sogar gesondert mit 5G aufgelegt.

Aber diese Strategie, die irgendwie an alte Tage erinnert, scheint von Erfolg gekrönt zu sein. Die letzten Marktanalysen zeigen, dass Samsung global die beliebtesten Smartphones bietet. 4 von 6 Geräte stammen von Samsung, 3 sind der A-Serie zugehörig. Auch bei höheren Preisen gibt es mehr Durcheinander. Gegen Ende des vergangenen Jahres bot Samsung neben S10, S10e und S10 Plus später noch ein S10 Lite an, für die Note-Serie gab es noch ein Note 10 Lite. Diese Geräte kommen durchaus den teuren A-Smartphones nahe, was alles nur noch undurchsichtiger macht.

Huawei, Realme und Co.: Viel hilft viel

Samsung ist damit natürlich nicht alleine. Ein Blick zu Huawei lässt mir auch kalte Schauer über den Rücken laufen. Neue Marken für den deutschen Markt treiben dieses Spiel mit, ich habe hier gerade allein drei Realme 6-Varianten auf dem Tisch liegen. Und oftmals sind die Unterschiede zu gering oder jedenfalls kein eigenes Smartphone wert. Mir macht das jedenfalls keinen Spaß mehr, da krampfhaft zu versuchen den Durchblick zu behalten. Von Nachhaltigkeit mal ganz zu schweigen.

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Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.