Ein vollwertiges Smartphone so klein wie ein klassisches Handy machen? Das haben unterschiedliche Hersteller schon ausprobiert, aber sie scheiterten mit teilweise echt komischen Ideen. Anders ist es mit den Foldables von Samsung, die in ihrer dritten Generation bereits ein sehr hohes Level erreicht haben. Ich habe mir in den letzten Wochen das Galaxy Z Flip 3 ein wenig angeschaut und will für euch insbesondere dessen Besonderheiten betrachten.

Mir waren dabei Dinge wie die Kamera ziemlich egal. Ich hatte diesbezüglich und an den Akku keine großen Erwartungen. Spätestens wenn man das Galaxy Z Flip 3 in der Hand hält, werden einem die begrenzten Möglichkeiten bewusst. Denn dieses Smartphone ist sehr dünn und leicht. Da kann nicht viel Akku drin sein und der Kamerasensor hat auch nur wenig Platz. Für beide Eckpunkte kann man nach ein wenig Herumprobieren sagen, dass die gebotenen Leistungen trotzdem okay sind.

Das gefaltete Display: Vorteile und Nachteile

Nun aber zu den wichtigen Dingen. Samsung verbaut auf der Innenseite ein eher längliches OLED-Display, das gefaltet werden kann. Es scheint mit Kunststoff überzogen oder hat zumindest einen solchen Schutz. Das merkt man am Finger, aber auch am Staub. Ich hatte noch nie ein Smartphone, das aus der Hosentasche derart viel Staub auf dem Display hatte. Leider immer wieder, weil das geklappte Display nicht gänzlich geschlossen ist.

So plastisch das Gefühl am Finger ist, so stark merkt man auch die Falte in der Mitte. Gerade beim Scrollen, wenn man dabei mit dem Finger drüberfährt. Dafür fällt dieser Bereich gar nicht so sehr ins Auge, wenn man Inhalte konsumiert. Es ist eben kein perfekt glatter Bildschirm, wie wir das sonst gewohnt sind. Aber die Falte stört auch nicht so extrem, wie ich das erwartet hatte. Sie ist okay, ich konnte sie akzeptieren.

Gerade in den ersten Tagen ist es unglaublich beeindruckend, dass man so ein Display jetzt einfach falten kann. Und man dadurch keine Abstriche in der Bildqualität hat. Es ist eben ein wirklich gutes Samsung-Display. Sogar mit 120 Hz Bildwiederholrate. Die längliche Form ist für alles praktisch, was nicht im Querformat betrachtet wird. Konsumiert ihr oft YouTube und Co., bleibt im Querformat ein großer Teil des Display ungenutzt. Dafür sind einige Apps im Hochformat auf die zwei Bildschirmteile optimiert.

Es gibt auch außen ein kleines Display

Viel mehr geht nicht, das Galaxy Z Flip 3 erinnert auch durch das kleine Display auf der Außenseite an frühere Klapphandys. Über dieses Display könnt ihr laufende Musikplayer steuern, einen Blick auf Benachrichtigungen werfen und sogar die Hauptkamera als Frontkamera verwenden. Leider stehen nur ein paar Systemfunktionen bereit. Es gibt wohl keinen Zugriff auf andere Apps. Da würde ich mir wünschen, dass sich die eine oder andere Drittanbieter-App irgendwann hier mit einpflanzen kann.

Allerdings bin ich auch dagegen, dass dieses Außendisplay zu umfangreich wird. Es soll schon nur für einen ersten Blick gedacht sein, das reicht in meinen Augen vollkommen aus. Es muss daher auch nicht unbedingt größer werden, was Samsung für die kommenden Jahre aber sicherlich plant.

Klapphandy der neusten Generation: So schlägt es sich im Alltag

Zugeklappt ist das Galaxy Z Flip 3 natürlich etwas dicker als ein handelsübliches Smartphone: Dafür haben andere Geräte sehr große Kamerabuckel. Es ist dafür derart kompakt, dass es fast in jede noch so kleine Tasche passt. Das hat mir gut gefallen. Noch mehr mochte ich den Klappmechanismus insgesamt. Auch wegen seiner ganz leicht hörbaren mechanischen Geräusche. Das Gerät wirkt in sich stabil und nicht zerbrechlich. Das Zuklappen ist sehr befriedigend und mit einer Hand deutlich leichter als das Aufklappen. Man kann es auch mal offen liegen lassen und in die Hose stecken.

Jedenfalls habe ich gemerkt, dass mir dieser Formfaktor auf jeden Fall schon zusagt. Er wäre mir allerdings aktuell nicht so wichtig, dass ich dafür auf die Kamera meines Pixel 6 verzichten könnte. Und auch die Akkulaufzeit, die mir oft nicht so wichtig ist, könnte an längeren Tagen sogar für mich zu einem Problem werden. Dennoch lässt das Galaxy Z Flip 3 auch bei mir das Fazit zu, dass faltbare Smartphones auf jeden Fall jetzt für jedermann etwas sind und nicht mehr nur für Early-Adopter mit zu viel Geld.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Habe es selbst gehabt und fand es ectrem geil. Jedoch bin ich zurück auf das ultra. Und nein nicnt wegen der kamera oder leistung oder sonnst was. Sendern ich hatte zu viel Angst das das dusplay irgendwann kaputt geht aus Unachtsamkeit oder Verschleiß. Dadurch wie bereits geagt zurück zum Barren Smartphone. Jedoch vermisse ich das flip sehr. Es zieht extrem Aufmerksamkeit auf sich. Hatte bis jetzt mit keinem anderem Gerät das jemand auf mich zugekommen ist und mich gefragt hat ob es das neue XYZ Smartphone ist. Beim flip beim bezahlen an der kasse oder beim warten auf den Bus wurde ich ständig gefragt. Das witzige anfangs war, wo ich es in die Hosentasche rein hatte und rais bin, dachte ich immer wieder och hätte es vergessen weil es so klein ist ^^

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