Folge uns

Marktgeschehen

Smartwatch „AGENT“: 1 Million Dollar per Kickstarter aber keine Geräte – fetter Betrug?

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

2015-02-05 13_18_04

Vor einigen Stunden hat sich Leser Chris bei uns gemeldet, der zu den begeisterten Early Adoptern gehörte, die bei Kickstarter das im Jahr 2013 präsentierte Projekt „AGENT“ finanziell unterstützten. Diese Smartwatch kam in ihrem Konzept sehr nah der Pebble Smarwatch und war allein deshalb interessant. 100.000 Dollar waren für das Gerät angeblich ausreichend, doch über eine Million Dollar wurde erfolgreich über die Crowdfunding-Plattform gesammelt.

Die Produktion sollte im Dezember 2013 starten, bis heute gibt es keine Geräte und ausschließlich Ausreden. Besonders dreist ist wohl die gestrige Meldung: Die Entwickler kündigten eine Version 2.0 der Smartwatch an. Noch mehr Zeit will man mit Sicherheit dadurch schinden, die Geldgeber fordern indes reihenweise ihr Geld zurück. Über 5.600 Backer konnte die Kampagne gewinnen und bis heute leider auch verärgern.

Updates, Updates, Updates

Zwar wurde die Uhr beständig weiterentwickelt, zumindest zeigen das die zahlreichen Updates zum Prozess der Entwicklung und Herstellung, doch bislang gibt es schon eine Verzögerung von weit über einem Jahr und die Auslieferung finaler Exemplare ist nach wie vor ein großes Rätsel. Selbst das neuste Update in dieser Woche scheint nur viel Blabla, es gibt keinerlei Beweise für die Entwicklung der Version 2.0 oder gar ein Timetable bis zur Produktion.

Lustig ist, dass die Entwickler mit dem AgentOS 2.0 versprechen die Wearable-Industrie erneut nach vorn pushen zu können. Erneut? Wie ist das möglich, wenn Version 1 nie erschienen ist?

Betrug?

Was steht unterm Strich? Tja, eine Million Dollar ist nach wie vor weg, die über 5.600 potenziellen Kunden sind zunächst geprellt. Verständlicherweise glaubt kaum noch einer dass je ein Gerät in den Versand geht. Leider zeigt dieses Projekt alle Nachteile auf, die Crowdfunding so mitbringen kann.

(via Kickstarter)

7 Kommentare
Wichtig: Nimmst du an dieser Diskussion teil und veröffentlichst einen Kommentar, stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Das Speichern von IP-Adressen durch Wordpress ist deaktiviert.

7 Comments

  1. ted

    5. Februar 2015 at 14:33

    einer der Gründe warum ich höchst selten ein Crowdfunding Projekt unterstütze.

    • Guest

      5. Februar 2015 at 17:01

      Deshalb unterstützte ich es nicht so wie beim one+one warte ich erst ab und werde mir jetzt eines zulegen.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      5. Februar 2015 at 18:52

      Naja gut, hier gibt es aber wenigstens ein Produkt und im Zweifel dank Käuferschutz das Geld zurück

  2. Conny

    5. Februar 2015 at 15:19

    Deswegen heißt es ja Crowdfunding. Mit der Unterstützung eines Projekts hat man keinen Kaufvertrag abgeschlossen. Das Geld ist eher ein Risikoinvestment in eine Firmengründung.
    Deswegen ist es zwar nicht schön, kein Produkt geliefert zu bekommen, aber rechtlich OK.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      5. Februar 2015 at 15:35

      Ja, sehe ich im Prinzip ähnlich, wenn die Jungs aber mal klare Ansagen machen würden. Das ist eher das Problem.

  3. Jojo Sz

    6. Februar 2015 at 11:57

    Ähnlich sieht es ja auch beim Messenger „Hemlis“ aus. Auch vor fast zwei Jahren ein Crowdfunding Projekt das in „wenigen Monaten“ fertig gestellt werden sollte. Bis heute gibt es keinen Messenger oder irgendwelche beta releases…

  4. ClaraS.

    12. Mai 2016 at 02:56

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beliebt