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Teil 2: Welche Auswirkungen Corona auf einen Blog wie unseren hat

Denny Fischer

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in Feature

am

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Foto: Unsplash @neringa

Mit etwas Verzögerung zeigen sich wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Krise bei großen und kleinen Webseiten, im Anschluss folgt das Sommerloch.

Inzwischen ist das zweite Quartal deutlich über einen Monat alt und wir können ein neues Fazit ziehen. Es ist durchaus spannend zu sehen, wie die Auswirkungen von Corona bei uns und generell im Internet aussehen. Grundsätzlich ist mal klar, dass die Internetwelt nicht nur profitiert hat. Eine ungewisse Zukunft hat bei der Bevölkerung auch dafür gesorgt, dass die Kaufkraft gesunken ist. Was natürlich auch in unserer Branche immer stärker bemerkbar ist. Weniger Lohn durch Kurzarbeit und drohende Arbeitslosigkeit, das lässt die Leute nicht gerade fröhlich shoppen. Während der April schon andeutete, was da auf uns zukommt, startet der Mai noch mal eine Ecke schlechter.

Rückgang im Handel: Online wird genauso gelitten

Wie ich schon im ersten Teil ausführlicher erklärte, mangelt es gerade nicht an neuen Produkten oder allgemeinen Neuigkeiten. Es mangelt eher an Geld im Markt, da der Rückgang der Kaufkraft enorme Auswirkungen auch auf die Werbebranche hat – von der wir und nahezu jede euch bekannte (wirtschaftlich betriebene) Webseite abhängig sind. Niedrigere Einnahmen lassen das Budget für Ausgaben sinken, in unserem Fall das Budget der Unternehmen für ihre Werbeanzeigen. Hier sortiert sich der Markt nun selbst. Der Anteil billiger und zum Teil auch schlechter Werbeanzeigen überwiegt, die Klickpreise rutschen in den Keller.

Ums deutlicher zu machen: In den letzten 7 Tagen haben wir zwar mehr Seitenbesucher als im Vorjahr, liefern deshalb mehr Werbeanzeigen an Besucher aus und generieren sogar mehr Klicks auf diese Werbeanzeigen, doch die Einkünfte liegen unterm Strich deutlich unter dem Vorjahr. Ausgleichen können wir den für uns wichtigen aber aktuell schwachen durchschnittlichen Klickpreis nur dadurch, weil wir grundsätzlich mehr Besucher im Blog verzeichnen.

Sommerloch folgt auf Corona

Für mich bedeutet das also einen Abend in der Woche nur noch Piccolo-Champagner. Spaß bei Seite, ich bin bekanntermaßen Biertrinker. Es kommt unterm Strich weniger Geld rein, weil der Mai bislang zwar mehr Besucher als im Vorjahr bringt, (noch) nicht aber mit April mithalten kann. Mindestens Mai und Juni bleiben die Werbepreise / Klickpreise wahrscheinlich niedriger als üblich. Mit Juli beginnt ein neues Quartal, dafür legen die Werbetreibenden neue Budgets fest. Dummerweise ist das aber die schwächste Zeit des Jahres, dann grüßt nämlich das Sommerloch.

Welche Auswirkungen Corona auf einen Blog wie unseren hat

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