Tesla hatte uns angeschrieben, dass es in Plauen an einem der wenigen Supercharger in unserer Region ein Model Y-Event gibt. Also haben wir uns in den ID.3 geschwungen und sind nach Plauen gefahren.

Plauen sei für Tesla ein strategischer Standpunkt, dort gibt es derzeit etwas über zehn Ladepunkte für Tesla-Fahrer. Ansonsten ein trauriges Bild. Nicht am McDonalds und auch nicht am großen Einkaufszentrum in der Nähe gab es eine Ladestation. In der Zeit, in der wir uns mit Tesla unterhalten haben und das Model Y gefahren sind, konnte ich meinen ID.3 leider nicht nachladen. Dachte ich jedenfalls.

Das war für mich ein echt trauriger Moment. Klingt komisch, ist aber so. Ein Fahrzeughersteller platziert dort mehrere Ladepunkte, aber die Stadt oder ansässigen Unternehmen/Versorger kriegen das nicht hin. So wird es für E-Autos und eine breitere Akzeptanz in meinen Augen weiterhin schwierig. Aber wir hatten noch genug Strom, um später auch wieder nach Hause zu fahren und erst dort laden zu können.

Zusatz: Leider ist mir erst daheim wieder eingefallen, dass Tesla jetzt seine Supercharger für Fremdhersteller öffnet und dieser Supercharger in Plauen tatsächlich schon geöffnet ist.

Model Y: Kurze Ausfahrt ohne Überraschungen

Beeindruckend ist beim Model Y das Platzangebot. Ein richtig großer Frunk, ein sehr großer Kofferraum und selbst darunter sind noch sehr große tiefe Mulden für weiteren Stauraum verfügbar. Aber das Ding ist auch 4,75 m lang, da kann man ruhig ausreichend Platz erwarten. Genauso wie man Leistung erwarten kann, die von uns gefahrene Performance-Variante drückt euch extrem in die Sitze.

Und obwohl wir bei unserer Ausfahrt das Gaspedal ordentlich strapaziert haben, war die kurze Mixtour aus Stadt, Land und Autobahn mit weniger als 16 kW auf 100 km beeindruckend sparsam. Das schaffe ich mit dem kleineren und leichteren ID.3 mit Ach und Krach bei ruhiger Fahrweise. Diese kurze Fahrt bestätigt meinen Eindruck vom Model 3, dass Leistung, Größe und Gewicht trotzdem sparsam bewegbar sind.

Hat man einen Tesla gefahren, kennt man auch die anderen. Das Model 3 LR aus 2021 ist in meiner Erinnerung nahezu identisch mit dem Berliner Model Y aus 2022, welches wir fahren konnten. Was einerseits für die zahlreichen positiven Dinge gilt, aber auch für die wenig schlechten. Vorn ist alles schlicht und modern, aber man sitzt in einer Bahnhofshalle. Es ist ungewöhnlich hellhörig und eher „kühl“. Die Verarbeitung wirkte aber top.

Das weiterhin sehr harte Fahrwerk und die 21 Zoll große Kombination bei Rad und Reifen sorgen für wenig Fahrkomfort. Holprige Straßen kommen sehr stark im Rücken an. Ich finde das immer noch „zu sportlich“, auch wenn das Model Y deshalb wie ein sehr schweres Brett auf der Straße liegt und entsprechend Sicherheit vermittelt.

Alles in allem kann ein Tesla nicht überraschen, wenn man schon mal Tesla gefahren ist. Das finde ich tatsächlich sehr gut. Im üblichen Dschungel verschiedener Leistungsklassen, Ausstattungspakete, etc., bekommt man bei Tesla in jeder Fahrzeugklasse das gewohnte Paket. Da müssen andere Herstelle wie Volkswagen auch hin.

Sollten vergleichbare Events mal in eurer Nähe sein und ihr seid noch skeptisch, nutzt mal die Chance für eine Probefahrt.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Ohne massive Unterstützung würde sich so gut wie keiner für eAutos interessieren, und wer es Ernst meint mit Klimaschutz schon gar nicht.

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