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Testberichte

Test: Xiaomi Mi Band 1S ausprobiert

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Kein Fitness-Armband dürfte so populär wie das Mi Band von Xiaomi sein und deshalb hat es der chinesische Hersteller vor einiger Zeit mit dem Mi Band 1S neu aufgelegt. Die Unterschiede der technischen Daten sind nur marginal, man hat dem Fitness-Armband jetzt allerdings einen Pulsmesser spendiert. Wir haben uns in den letzten Wochen das Mi Band 1S ausführlich angeschaut. Seit es mit der Post bei mir ankam, ist das Mi Band 1S dauerhaft am Arm und begleitet mich durch jeden Tag.

Hardware, Design, Ausstattung

Es hat sich zum Vorgänger so gut wie gar nichts geändert, optisch könnte man die beiden Geräte nicht unterscheiden. Nur an der Unterseite gibt es einen erkennbaren Unterschied, dort ist der neue Pulsmesser zu sehen. Das Armband ist noch immer aus Silikon, das gesamte Gerät liegt weiterhin gut und federleicht am Arm an, nach wie vor gibt es auf der silbernen Oberseite drei LEDs und noch immer kann sich die Akkulaufzeit sehen lassen. Fast alles beim Alten und das ist auch gut so!

Xiaomi Mi Band 1S (6)

Aufgeladen wird das Mi Band über einen kleinen Adapter, der einfach an irgendeinen USB-Anschluss angeschlossen wird und somit das Mi Band auflädt. Da der Akku derart klein ist, ist der Ladevorgang schnell abgeschlossen. Oft muss man das sowieso nicht wiederholen, selbst mit in einigen Nächten aktiviertem Pulsmesser habe ich nach über einem Monat ca. 38 % Akku übrig.

Nutzung im Alltag

Das Mi Band kann man grundsätzlich für zweierlei Dinge benutzen, man misst die gelaufenen Schritte und den eigenen Schlaf. Schritte sind mir persönlich relativ egal, ich setze mir keine Ziele und interessiere mich nicht wirklich dafür. Es sei denn wir waren mal einen Tag unterwegs, beispielsweise mehrere Stunden in einem Zoo, dann ist die zurückgelegte Strecke auch für mich durchaus interessant. Läuft man normal und gleichmäßig, empfinde ich den Schrittzähler als relativ genau. Ungleichmäßige Sportarten wie Fußball lassen sich allerdings nicht sinnvoll messen, durch die zu viel ungleichmäßigen Bewegungen.

Der Pulsmesser ist sicherlich eine nützliche Erweiterung, bringt allerdings einen Haken mit sich. Damit hier verwertbare Ergebnisse bei rauskommen, muss das Armband fest am Arm anliegen. Auf Dauer empfinde ich das aber eher als unangenehm, weshalb es bei mir lockerer sitzt, somit aber Ergebnisse im Schlaf oder beim Sport verfälscht werden.

Xiaomi Mi Band 1S (4)

Um also genaue Ergebnisse zu erzielen, rücke ich das Armband vorher zurecht. Klappt natürlich nicht, wenn ich gerade schlafe. Die regelmäßige Pulsmessung (kann auch abgeschaltet werden) im Schlaf soll das Tracking deutlich verbessern, meint zumindest Xiaomi. Ich glaube den Jungs einfach mal, so richtig prüfen kann ich das selbst aber nicht.

Smarte Verbindung

Die coolste Funktion gibt es in Verbindung mit dem Yeelight von Xiaomi (zum Testbericht). Hier kann ich auf Wunsch aktivieren, dass das Licht automatisch abgeschaltet wird, wenn das Mi Band den Übergang in meinen Schlaf festgestellt hat. Ich liebe diese Kombination und nutze sie jeden Tag, ist einfach cooler als ein fest konfigurierter Timer. Da sind definitiv noch viele andere coole Möglichkeiten drin, in denen das Mi Band eine wichtige Rolle spielen könnte. Xiaomi wird da hoffentlich noch kreativ.

Sonstiges

  • Über die verfügbaren LEDs und den Vibrationsmotor kann man sich bei einer dauerhaften Verbindung zum Smartphone über eingehende Benachrichtigungen informieren lassen
  • Mir fehlt ein kleines OLED-Display, das mir die Uhrzeit angezeigt
  • Noch immer ein überragender Preis!
  • Dank der Vibration lässt sich auch ein Wecker aktivieren
  • Das Armband kann getauscht werden, gibt Alternativen bei eBay und Co
  • App aus dem Play Store funktioniert gut, wird regelmäßig aktualisiert

Mi Band 1S App

Fazit

Es gibt kaum Unterschiede zum ersten Mi Band, doch Xiaomi musste eigentlich auch nichts ändern. Wir haben nach wie vor eine starke Akkulaufzeit, der Pulsmesser ist ein nettes neues Feature und der Tragekomfort ist noch immer ziemlich gut. Zum Einstieg in die Welt der Fitness-Tracker die beste Wahl, zu haben für unter 20 Euro, beispielsweise bei GearBest.

Xiaomi Mi Band 1S (2)

8 Kommentare
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8 Comments

  1. Max

    19. Februar 2016 at 11:17

    Nutze das Mi Band jetzt seit gut einem Monat. Der Schrittzähler ist leider zu ungenau, meist habe ich morgens beim aufwachen schon 50 Schritte drauf. Das Band weckt mich in einer leichten Schlafphase, das funktioniert gut und empfinde ich als bestes Feature. Auch nutze ich es zur Benachrichtigung bei Anrufen, Nachrichten etc. Seitdem ist mein Handy meist stumm geschaltet. Ich habe mir für schmales Geld die App Mi Band Notify gekauft. Die bietet viele Zusatzfunktionen und wird fast täglich erweitert. Vor allem im Bereich Pulsmessung. Während des Sports würde ich gerne in kurzen Intervallen meinen Puls messen lassen. Das funktioniert leider nicht gut, das Band scheint bei schwitzigen Armen zu verrutschen oder nicht zu funktionieren. Wenn ich still halte und vorher das Band zurecht rücke klappt die Messung. Auch vermisse ich, dass das Gerät unterschiedliche Workouts (Laufen, Gewichtheben, Fussball etc.) tracken kann.
    Bei dem Preis aber klare Kaufempfehlung für Technik-Interessierte.

    • Denny Fischer

      19. Februar 2016 at 16:45

      ja, dann teilen wir unsere Erfahrungen. Klar, das mit dem Schrittzähler war halt darauf bezogen, wenn man wirklich läuft. Ich sitze auch 3 h am PC und laufe angeblich 2 km dabei. Aber das wird man bei solchen Bändern nicht unterscheiden können, ob man nun wirklich läuft oder nicht.

    • Max

      20. Februar 2016 at 12:08

      Das ist meine Frage. Können teure Bänder wie Jawbone, Apple Watch, Gear Fit und Co. den unterschied zwischen laufen und arm bewegen beim sitzen auch nicht erkennen oder besitzen die bessere Messmethoden?

    • Denny Fischer

      20. Februar 2016 at 16:27

      ist eigentlich egal welches Gerät, sie zählen Armbewegungen als Schritte. Ich kann dir nur nicht sagen, ob da nun ein Gerät weniger und ein anderes deutlich mehr zählt, dafür müsste man vielleicht sechs Bänder gleichzeitig am Arm haben und ausprobieren.

  2. fightberry

    19. Februar 2016 at 13:21

    Ich bin momentan auf der Suche nach einer Smartwatch, welche ich auch zum Sport tracken verwenden kann.
    Bei der Smartwatch ist mir vor allem das Design wichtig. Ich möchte eine schlichte, edle Uhr. Wie z.B. die Moto 360 2. 46mm mit braunem Lederarmband. Ungern würde ich das Lederarmband bei meinen Laufrunden vollschwitzen. Allerdings will ich auf jeden Fall auch mein Sport mit aufnehmen.
    Meine Momentanen Überlegungen sind: eine Uhr finden, bei der ich relativ einfach häufig das Armband wechseln kann. Gibt es hier was?
    Oder 2 Geräte zu verwenden. Und quasi zusätzlich zur Moto 360 noch das Mi Band zu holen.
    Hat jemand mit diesem konkreten Anwendungsfall schon Erfahrungen und kann mir diese mitteilen?
    Würde mich freuen.
    Beste Grüße und Danke für den schönen Artikel.

    • Denny Fischer

      19. Februar 2016 at 16:41

      glaube aber weniger dass sich das Kaufverhalten deswegen ändert

  3. Alex Meyer

    19. Februar 2016 at 13:27

    Ein gravierender Unterschied zu dem ersten Mi Band ist, dass bei dem neuen Band nur noch weiße LED verbaut sind. Beim alten kann man über eine entsprechende APP die Farbe der Benachrichtigungen einstellen.

    • Max

      20. Februar 2016 at 12:13

      Das ist richtig. Laut Xiaomi wollten die Kunden angeblich ausschließlich weiße LEDs weil es besser aussieht … naja.
      Aber z.B. mit der App MiBand Notify kann man jeder APP ein anderes blinkmuster verpassen und auch unterschiedliche Vibrationsmuster einstellen.

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