TikTok ist weltweit äußerst beliebt, beherrscht die App-Charts der beiden großen App-Stores. Doch ein Verbot durch die USA droht, es braucht Lösungen.

TikTok droht gerade das Huawei-Schicksal in den USA und damit möglicherweise weitere Konsequenzen auf dem Weltmarkt. Nun arbeiten das Mutterunternehmen und das Start-Up im Hintergrund an einer neuen Idee, um TikTok vor einem Verbot zu schützen und Vertrauen zu schaffen. Es heißt, man will einen Teil des Unternehmens eventuell verkaufen. Venture-Investoren von TikTok suchen eine Lösung, um ein Verbot durch die Trump-Regierung zu verhindern.

„Venture-Investoren der TikTok-Muttergesellschaft ByteDance Ltd. haben eine Reihe von Vorschlägen entwickelt, um die Bedenken der USA auszuräumen, dass die Kurzvideo-App eine Sicherheitsbedrohung darstellt, so die mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Dazu gehört der Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an TikTok an amerikanische Interessen, vielleicht an strategische Investoren oder an die Venture-Firmen selbst.“

TikTok fügt sich den Amerikanern

Zuletzt hat TikTok in den USA mehr in Lobbyarbeitet investiert, versichert die Nutzerdaten auf amerikanischen Servern zu behalten, will Arbeitsplätze schaffen und macht andere Eingeständnisse, um in den USA weiterhin operieren zu können. Misstrauen gegenüber TikTok scheint es aber offensichtlich auf dem Level zu geben, das schon Huawei seit Mai 2019 in schwere Probleme brachte.

Ein Verbot könnte sogar bedeuten, dass die amerikanischen Unternehmen Apple und Google die App aus ihren App-Stores entfernen müssen. Der Albtraum, den es zu verhindern gilt.

TikTok und Co.: Was ist eigentlich, wenn chinesische Apps verboten werden?

TikTok aufteilen?

Eine intern wenig populäre Lösung wäre sogar den amerikanischen TikTok-Teil von Bytedance und dem restlichen Start-Up komplett loszulösen. Was wiederum viele Nachteile zufolge hätte, zum Beispiel für internationale Werbepartner. Es gäbe einige ähnliche Lösungen, die auf jeden Fall zur Diskussion stehen. Man will nur nicht den amerikanischen Markt verlieren und vor allen Dingen nicht die Verfügbarkeit im iTunes App Store und Google Play Store.

Ein Teufelskreis. Sehr viel hängt weltweit von der amerikanischen Regierung ab, weil die beiden größten Smartphone-Unternehmen Apple und Google amerikanisch sind. Die weltweiten Konsequenzen für Huawei waren bislang einmalig, doch das könnte sogar Schule machen. TikTok hatte zuletzt schon den riesigen indischen Markt verloren, dort sind chinesische Apps jetzt verboten.

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Bloomberg

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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