Tschüss Yazio und Co? Garmin bringt endlich eigenes Ernährungs-Tracking

Garmin Ernährungsprotokoll 2

Bislang haben sich die meisten Anbieter von Sport-Wearables mehr darauf konzentriert, die Körperdaten und Werte ihrer Nutzer aufzubereiten. Rund um Fitness und Gesundheit ist aber nicht allein Bewegung entscheidend, sondern vor allem die Ernährung. Nun bringt Garmin deshalb das Ernährungsprotokoll in seine Software ein.

Dafür ist allerdings unbedingt das Garmin Connect+ notwendig, das kostenpflichtige Abonnement der Garmin-App. Nutzer können über das neue Feature Kalorien sowie Makronährstoffe wie Proteine, Fette und Kohlenhydrate protokollieren, um einen ganzheitlichen Überblick über ihr Wohlbefinden zu erhalten. Die Zeiten für Yazio und Co. werden schwerer.

Einen großen Unterschied gibt es zu den üblichen Apps auf den ersten Blick eher nicht. Der große Vorteil liegt eher darin, dass man alles in einer App hat und die Daten umfangreich ausgewertet werden können, verrät Garmin.

Das Tracking erinnert an andere Apps, der große Vorteil ist die Datenauswertung innerhalb einer App

Die Erfassung von Lebensmitteln erfolgt wahlweise über eine globale Datenbank, einen Barcode-Scanner oder eine KI-gestützte Bilderkennung per Smartphone-Kamera. Auch gleich wie bei Yazio und Co: Zur Beschleunigung des Workflows lassen sich häufig verzehrte Speisen und individuelle Lieblingsgerichte als Vorlagen speichern.

Garmin Ernährungsprotokoll

Wichtig wird der Zusammenhang von Bewegung und Ernährung, denn Garmin hat nun alle Daten von euch und kann euch entsprechende Empfehlungen bieten. Das Programm bietet dabei personalisierte Empfehlungen für die Kalorien- und Makronährstoffzufuhr auf Basis von biometrischen Daten wie Größe, Gewicht, Geschlecht und dem individuellen Aktivitätsniveau.

Der neue Trainer ist eine App mit KI

Die Funktion „Active Intelligence“ liefert euch dabei automatisierte Einblicke in die Wechselwirkung von Ernährung und Gesundheit, indem sie beispielsweise Zusammenhänge zwischen spätem Essen und der Schlafqualität aufzeigt. Und über das sogenannte „Performance Dashboard“ lässt sich visualisieren, wie die aufgenommene Nahrung die sportliche Leistungsfähigkeit und das Training beeinflusst.

Garmin bietet auf Smartwatches an, dass ihr direkt am Handgelenk wichtige Ernährungsdaten eintragen könnt, ansonsten greift man natürlich zur Smartphone-App. Wer allerdings wenige ausgewählte Lebensmittel wiederholt zu sich nimmt, wird das bequem über die Uhr eingeben können, dort sind zuletzt genutzte Lebensmittel schnell erreichbar. Obendrein wird die Eingabe auch per Sprachsteuerung möglich sein.

Tracking nervt, aber es ist wichtig

Ich kann Kalorien und Nährstoff-Tracking jedem Einsteiger, der das eigene Leben umkrempeln möchte, nur wärmstens empfehlen. Natürlich nervt es erst mal, bis es zur Routine übergeht. Aber es hilft extrem dabei, Nährstoffe und Mengen besser zu verstehen, das alles besser in den Alltag einfließen zu lassen und daraus die richtige Schlüsse ziehen zu können.

Kommentar verfassen

Bleibt bitte nett zueinander!