Viele Android-Hersteller liefern auf ihren Smartphones auch eine große Menge an zusätzlichen Apps mit aus, die mit dem System nichts zu tun haben und von den Nutzern wahrscheinlich nicht mal gewollt sind. Die sogenannte Bloatware ist manchmal einfach zu entfernen, hin und wieder etwas komplizierter. Unterstützen will uns bei diesem Prozedere „Debloater“, ein universelles Skript für Android-Geräte.

Helfen soll der Universal Android Debloater besonders bei Nutzern ohne Root-Zugriff, die allerdings wenigstens über einen PC verfügen müssen. Dieses Skript nutzt nämlich die Android Debug Bridge (ADB), um ausgewählte Apps von den Geräten zu entfernen. Das ginge eigentlich auch einzeln, wäre allerdings mit deutlich mehr Arbeit verbunden.

„Das Skript verfügt über ein Menü, in dem Sie auswählen können, welche Debloat-Liste Sie verwenden möchten. Ich empfehle Ihnen dringend, sich die Listen anzusehen, da die Standardauswahl möglicherweise nicht zu Ihnen passt. Alle Pakete sind so gut wie möglich dokumentiert, um besser zu verstehen, was Sie löschen können oder nicht.“

Android-Telefone befreien: Skript löscht Bloatware auf einen Schlag

Funktionsumfang:

  • Schnelle Suche unter allen Paketen eines Android-Geräts
  • Deinstallation von System- / Benutzerpaketen (manuell oder mit den Debloat-Listen)
  • Neuinstallation von Systempaketen (manuell oder mit den Debloat-Listen)
  • Erkennung der Gerätemarke und automatische Auswahl der entsprechenden Hersteller-Debloat-Liste

Vorgefertigte Debloat-Listen gibt es für folgende Hersteller derzeit:

  • Asus
  • LG
  • Google
  • Huawei
  • Motorola
  • Nokia
  • OnePlus
  • Oppo
  • Samsung
  • Sony
  • Xiaomi

Wenn das alles bei euch das notwendige Interesse ausgelöst hat, findet ihr Anleitungen und Downloads im Gitlab. Bedenkt dabei aber, dass ein Backup persönlicher Daten im Vorfeld immer zu empfehlen ist. Der Anbieter des Tools und wir können nicht die 100%ige Funktionsweise garantieren.

via reddit

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Wenn man sich das Repo bzw. die inline-comments der Listen genauer ansieht, steht dort ziemlich oft sowas wie „Not really needed probably“ und „More research needed“ und „Should be safe to delete“. Diese Unsicherheit ist absolut nachvollziehbar: Da sind etliche Blobs drauf, von denen keiner weiss, was sie eigentlich tun. Anhand des Namens kann man vielleicht erahnen, was dahinter steckt, oder es hat vor zwei Jahren mal irgend eine Twitter-Person irgendwelche logcats durchwühlt und mitmproxy angeschmissen, um mehr darüber rauszufinden, woraufhin sich ein paar Leute über chinesische IP-Adressen aufgeregt haben und das war’s dann auch wieder.
    Wird dringend Zeit für eine echte offene OS-Alternative.

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